Das Jahr 2020 geht zu Ende, und es wird uns wohl allen in Erinnerung bleiben. So manche Pläne wurden auf den Kopf gestellt, viele gewohnte Abläufe und Routinen mussten neu gedacht werden. Auch an unserer Zeitschrift MEMO ist dies nicht spurlos vorüber gegangen. Unsere Ausgabe 7 mit dem Titel Textual Thingness wird Ausgabe 6 überholen und vorgezogen werden.

Ausgabe 6  Shaping Matter(s) wird aber bereits Ende Januar online gehen. Inhaltlich wird sich nichts ändern – die Ausgabe beleuchtet aus unterschiedlichen fachlichen Perspektiven den gestaltenden Umgang mit formbaren Materialien in Mittelalter und Früher Neuzeit und wird drei Forschungsbeiträge sowie ein Interview enthalten. Zusätzlich wird aber auch erstmals ein neues Format eingeführt: Im „Interdisziplinären Dialog“ werden zwei Forschende aus verschiedenen Fachdisziplinen sich, ausgehend von Ergebnissen und Beobachtungen aus ihren eigenen Arbeitsbereichen, zu konkreten Fragestellungen austauschen.

MEMO # 6 Shaping Matter(s) baut in konzeptioneller Hinsicht auf der gleichnamigen Session auf, die Thomas Kühtreiber und Gabriele Schichta 2019 am International Medieval Congress in Leeds organisierten. Inhaltlich ist sie der am IMAREAL angesiedelten Forschungsperspektive Material(i)ties zuzuordnen. Diese verfolgt das Ziel, die materielle Kultur verstärkt über die Materialien, welche als Werk-Stoffe deren Grundlage bilden, in den Blick zu nehmen.

Wir freuen uns, als Titelbild der neuen Ausgabe ein Selbstberührungsobjekt der österreichischen Künstlerin Barbara Schmid zeigen zu dürfen. Aus dem kurzen, konzentrierten Zusammendrücken eines weichen Tonklumpens mit beiden Händen entsteht die „zurückgebliebene Negativform der lebendigen Berührung“.

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