Erstveröffentlichung: Dezember 2018
Empfohlene Zitierweise: MEMO 3 (2018): Object Links. Pdf-Format, doi: 10.25536/bn39-2t63.

ISSN: 2523-2932

 

Titelbild: Linking Objects – linked Objects – Object Links.

Detail aus Sebastian Taig, Heimsuchung Mariens. Flügelaltar (1518-1522), Stadtmuseum Nördlingen (D). REALonline Bild Nr. 004689.

 

Mit einem Geleitwort von Elisabeth Gruber und Gabriele Schichta.

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Inhalt:

Von Truhen und Schätzen

Ein Gespräch mit Christina Antenhofer


Elisabeth Gruber und Gabriele Schichta sprachen mit Christina Antenhofer über ihr Interesse an den Dingen, über mögliche Schnittstellen zwischen Geschichtswissenschaften und Materialität und darüber, welche Rolle die Schriftlichkeit dabei spielt. Sie hat im Rahmen ihrer Habilitationsschrift entlang der deutsch-italienischen fürstlichen Eheverbindungen des 14. und 15. Jahrhunderts die Beziehungen zwischen den Dingen und den Menschen in den Blick genommen - und dabei ein Auge auf die Brauttruhen geworfen.
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Materielle Kultur, Repräsentation und Distinktion im Exil

Adelige Emigranten aus den österreichischen Erbländern in süddeutschen Reichsstädten


Der Beitrag nimmt die materielle Kultur österreichischer Adelsfamilien, die während der Gegenreformation im 17. Jahrhundert in süddeutsche Reichsstädte ausgewandert sind, in den Blick. Die aus den Ländern der Habsburgermonarchie emigrierten Adeligen mussten sich einerseits mit den Führungsschichten im neuen, von Stadtbürgern dominierten sozialräumlichen Umfeld deutscher Reichsstädte arrangieren, andrerseits war es für die Aufrechterhaltung des adeligen Status von existentieller Bedeutung, die gesellschaftliche Vorrangstellung entsprechend zu repräsentieren. Ziel des vorliegenden Beitrages ist es, die Rolle der materiellen Kultur des Adels in den Praktiken der Repräsentation und der Distinktion in der spezifischen Situation des konfessionellen Exils in Städten zu beleuchten. Behandelt werden dabei die Bereiche Wohnen, Bibliotheken und Kunstsammlungen, der Umgang mit Waffen sowie die Festlichkeiten bei den Lebensstationen.
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Die Ordnung der Reime

Zur Konmedialität von Schrift und Bild in ihrer ursprünglichen Setzung auf dem Klosterneuburger Ambo des Nikolaus von Verdun


In der Widmungsinschrift des Klosterneuburger Emailwerks für den Ambo im Stift Klosterneuburg wird das typologische System, welches in vertikalen Bildgruppen je eine christologische Szene mit zwei alttestamentlichen Bildtypen verknüpft, mit dem Begriff des Reimens (consona) charakterisiert. Die in den narrativen Emails gefassten Begebnisse werden als „sacra consona“, sich reimende heilige Dinge bezeichnet, die „eingegraben“ sind (peraratum), womit selbstreferentiell wiederum auf die hier verwendete Technik des Grubenschmelzes verwiesen wird. Die typologischen Reimstrukturen der Bilder und die entsprechenden Bildstrategien waren bereits Gegenstand von ausführlichen Untersuchungen. Nicht berücksichtigt für diesen Zusammenhang wurde die ursprüngliche Anordnung der Widmungsinschrift auf den drei Tafeln der Amboverkleidung, die durch die Erweiterung des Goldschmiedewerks im 14. Jahrhundert ergänzt und völlig neu gesetzt wurde. Eine virtuelle Rekonstruktion hat ergeben,...
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