50 Jahre Institut für Realienkunde des Mittelalters und der Frühen Neuzeit

Erstveröffentlichung: November 2019
Empfohlene Zitierweise: MEMO 5 (2019): Perspektiven auf Materielle Kultur. 50 Jahre Institut für Realienkunde des Mittelalters und der Frühen Neuzeit. Pdf-Format, doi: 10.25536/2523-2932052019.

ISSN: 2523-2932

 

Titelbild:

REALonline Bild Nr. 000347 (Heinrich II. Jasomirgott)

Ausschnitt aus dem „Babenberger-Stammbaum“ von Hans Part (1489-1492), Stiftsmuseum Klosterneuburg.

 

Mit einem Geleitwort von Elisabeth Gruber und Gabriele Schichta.

 632 total views,  1 views today

| Downloads gesamt: 71

Inhalt:

Die Entwicklung des Konzepts „Realienkunde“ am IMAREAL

Ein Gespräch mit Helmut Hundsbichler


Helmut Hundsbichler war als Historiker und Klassischer Philologe von 1973 bis 2011 am IMAREAL beschäftigt. Im Interview legt er seine Sichtweise zur Entwicklung des Konzepts „Realienkunde“ in den ersten vier Jahrzehnten der Institutsgeschichte im Wechselspiel mit der internationalen kulturgeschichtlichen Forschung dar. Des Weiteren werden von ihm die spezifischen Zugänge der Gründergeneration zur Interdisziplinarität am IMAREAL erörtert.
Artikel lesenArtikel als PDF downloaden

Materielle Kultur? Fragestellungen, Entwicklungen, Potenziale


Obwohl „materielle Kultur“ ein eher schwach konturiertes Theoriekonzept darstellt und die Relevanz des Materiellen bis heute kontrovers bewertet wird, ist in den letzten fünf Jahrzehnten das Interesse an der Erforschung materieller Kultur deutlich angestiegen. Als „ein Projekt in der Geschichte der Kulturwissenschaften“, das Züge eines travelling concepts trägt, ist materielle Kultur ein Impulsgeber für konzeptuelle und methodologische Innovationen. Zudem vermag sie neue empirische Felder zu erschließen und hat das Potenzial, grundlegende epistemische Probleme wie jenes der Alterität zu überwinden. Der Beitrag skizziert richtungsweisende Entwicklungen der vergangenen Dekaden auf diesem Gebiet und zeigt deren innovative Potenziale an drei konkreten Beispielen: der symmetrischen Anthropologie Bruno Latours, der materialorientierten Herangehensweise Tim Ingolds und dem konsumtheoretischen Ansatz Daniel Millers.
Artikel lesenArtikel als PDF downloaden

Incoming – Outgoing – Returning. Die Internationalisierung des Instituts für Realienkunde

Ein Gespräch mit Gerhard Jaritz


In welchem Umfeld kann sich ein junges, in einer Kleinstadt beheimatetes Forschungsinstitut etablieren, wie kann es international Fuß fassen und wie seine Schwerpunkte zu einem Alleinstellungsmerkmal innerhalb der Forschungslandschaft ausbauen? Gerhard Jaritz erzählt im Interview mit Ingrid Matschinegg über die Internationalisierungsaktivitäten des Instituts für Realienkunde in den 1970er und 1980er Jahren. Gerhard Jaritz war als Historiker von 1973 - 2014 am Institut für Realienkunde tätig; er ist Professor für Medieval Studies an der Central European University (Budapest/Wien).
Artikel lesenArtikel als PDF downloaden

Skeuomorphs in Late Medieval Europe: Playful and Utilitarian Approaches to New Materials


Skeuomorphe Objekte oder Objekteigenschaften imitieren die Gestaltungsweise ähnlicher, aus anderen Materialien gefertigter Artefakte. Im Spätmittelalter nutzten Künstler alternative Materialien unter bestimmten Umständen: Wenn die repräsentativen Erfordernisse ihre eigenen Fähigkeiten überschritten, wenn das für den jeweiligen Zweck ideale Material zu teuer gewesen wäre oder wenn andere äußere Umstände die Auswahl an Materialien einschränkten. Die dadurch entstandenen Skeuomorphismen zeigen daher häufig, wie Künstler auf kreative Weise mit solchen Einschränkungen umgingen.
Artikel lesenArtikel als PDF downloaden

Der Blick auf die Dinge: Zur Rolle von Ausstellungen und Digital Humanities für das IMAREAL

Ein Gespräch mit Elisabeth Vavra


Elisabeth Vavra leitete von 2003 bis 2014 das Institut für Realienkunde des Mittelalters und der frühen Neuzeit in Krems. Als wissenschaftliche Mitarbeiterin war die Kunsthistorikerin aber bereits seit 1976 an diesem Institut tätig. Im Interview erläutert sie die Bedeutung der Mittelalter-Ausstellungen in Krems/Stein in den späten 1950er und 1960er Jahren für die Gründung des IMAREAL und spricht über die Möglichkeiten, die die digitalen Geisteswissenschaften für die Forschungen zur materiellen Kultur in der Frühzeit des Instituts geboten haben.
Artikel lesenArtikel als PDF downloaden