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Justin Vollmann
Erstveröffentlichung: Dezember 2020
Lizenz: Sofern nicht anders angegeben Creative Commons License
Medienlizenzen: Medienrechte liegen, sofern nicht anders angegeben, bei den Autoren.
Letzte Überprüfung aller Verweise : 30.12.2020
Empfohlene Zitierweise: Vollmann, Justin: Textuelle Dinghaftigkeit. Eine Einleitung, in: MEMO 7 (2020): Textual Thingness / Textuelle Dinghaftigkeit, S. 1-11. Pdf-Format, doi: 10.25536/20200701.

Abstract

Der Beitrag – der gleichzeitig die Einleitung zu MEMO 7 (2020) „Textual Thingness“ bildet – widmet sich der Frage, inwiefern Texte nicht nur von Dingen handeln, sondern auch selbst als Dinge behandelt werden können. Ein erster Teil stellt diese Frage zunächst in den Kontext (post-)moderner Ästhetiktheorien, wobei die Begriffe der Wahrnehmung (Luhmann), der Präsenz (Gumbrecht) und des Erscheinens (Seel) eine zentrale Rolle spielen. Ein zweiter Teil lenkt dann den Blick auf die spezifischen Merkmale mittelalterlicher Textualität und Medialität, die weniger unter dem Vorzeichen der Ästhetik als vielmehr unter demjenigen der Religion stehen (Kiening). Unabhängig von solchen Fragen des ideellen Überbaus verbindet der dritte Teil die Vorstellung der einzelnen Beiträge mit konkreten Vorschlägen, was alles unter textueller Dinghaftigkeit verstanden werden kann.

Abstract (englisch)

As a preface to MEMO 7 (2020) „Textual Thingness“, this paper asks in what way texts are not only telling about things but may also be treated as things themselves. The first part poses this question in the context of (post-)modern theories of aesthetics while focussing on the concepts of perception (Luhmann), presence (Gumbrecht) and appearing (Seel). The second part directs the attention to the specific features of medieval textuality and mediality, which are much less influenced by aesthetics than by religion (Kiening). Apart from such considerations about the ideational setup, the third part introduces the individual papers of this issue and connects them to concrete suggestions as to what we may understand as ‚textual thingness‘.

Inhaltsverzeichnis

Das anhaltende kulturwissenschaftliche Interesse an unbelebten, stofflich kompakten, klar abgrenzbaren Entitäten – kurz: Dingen1 – bietet der Literaturwissenschaft Gelegenheit, sich ihrem Gegenstand neu anzunähern, indem sie sich die Frage stellt, inwiefern eigentlich auch Texte Dinge sind. Dieser Frage widmet sich Ausgabe 7 der Online-Zeitschrift MEMO unter dem Titel „Textual Thingness“, und zwar aus mediävistischer Perspektive. Die Einleitung liefert erstens eine theoretische Kontextualisierung2 der Fragestellung, zweitens eine Erläuterung des mediävistischen Ansatzes und drittens die Einbettung der vorgestellten Beiträge in eine kleine Typologie von Formen textueller Dinghaftigkeit.

Theoretische Kontextualisierung

Einer ersten Annäherung an das Thema kann die folgende Passage aus Niklas Luhmanns „Kunst der Gesellschaft“ dienen:

„Als Besonderheit, die das Kunstsystem von anderen Funktionssystemen unterscheidet, können wir festhalten, dass die Beobachtung zweiter Ordnung im Bereich des Wahrnehmbaren hergestellt wird. Es geht immer um Dinge oder um Quasi-Dinge, um reale oder um imaginierte Dinge, um statische Objekte oder um Ereignissequenzen. Wir wollen, diese Unterschiede übergreifend, von dinglicher Fixierung von Formen sprechen. Die in die Dinge eingelassenen Formentscheidungen garantieren die Möglichkeit, am selben Objekt Beobachtungen zu beobachten.“3

Wenn Luhmann nicht nur von Dingen, realen Dingen und statischen Objekten, sondern auch von Quasi-Dingen, imaginierten Dingen und Ereignissequenzen spricht, dann hat er ganz offensichtlich auch die Literatur im Blick. Dass er als übergreifenden Begriff gleichwohl den – auf Werke der bildenden Kunst zumindest prima facie weit besser anwendbaren – Dingbegriff wählt, scheint mit dem hohen Stellenwert zusammenzuhängen, den er der sinnlichen Wahrnehmung (einschließlich Imagination) für das gesamte Kunstsystem beimisst.4 Deutlich wird aber auch, dass es mit bloßer Wahrnehmung nicht getan ist, vielmehr muss das wahrgenommene Ding gleichzeitig die Beobachtung von Beobachtungen ermöglichen – letztlich eine etwas abstraktere Formulierung für die Tatsache, dass das Kunstwerk nicht etwa als Naturding wahrgenommen, sondern immer auch auf seine Gemachtheit hin beobachtet sein will.

Aufgenommen werden die Überlegungen Luhmanns u. a. von Hans Ulrich Gumbrecht, der sie in „Diesseits der Hermeneutik“ entlang seiner eigenen Leitunterscheidung zwischen Präsenz und Sinn (bzw. Präsenz und Bedeutung)5 reformuliert:

„Meine eigene – anspruchslose – Reaktion auf diese Beobachtungen – meine Antwort auf die Frage nach den besonderen Merkmalen, welche die Objekte ästhetischen Erlebens kennzeichnen – läuft nun auf den Hinweis hinaus, dass Gegenstände des ästhetischen Erlebens durch ein Oszillieren zwischen Präsenzeffekten und Sinneffekten charakterisiert sind […].“6

Und eine Seite später:

„Wesentlich ist, dass der Sinn in dieser spezifischen Konstellation nicht der Einklammerung dient, nicht die Präsenzeffekte zum Verschwinden bringt, und dass die – uneingeklammerte – physische Präsenz der Dinge (eines Texts, einer Stimme, einer Leinwand mit Farben, eines Mannschaftsspiels) nicht letzten Endes die Sinndimension unterdrückt.“7

Wo Luhmann von „Beobachtung zweiter Ordnung im Bereich des Wahrnehmbaren“ spricht, da ist bei Gumbrecht vom „Oszillieren zwischen Präsenzeffekten und Sinneffekten“ die Rede. Hierbei scheinen die Sinneffekte mit der Beobachtung zweiter Ordnung, die Präsenzeffekte dagegen mit der unmittelbaren sinnlichen Wahrnehmung Hand in Hand zu gehen. Und ähnlich wie bei Luhmann kommt der – hier ausdrücklich auch auf Texte bezogene – Dingbegriff genau dort ins Spiel, wo es nicht etwa um die Sinnseite, sondern um die Präsenzseite der Objekte des ästhetischen Erlebens geht.

Weitere Differenzierungen, die sich insbesondere auch für die Literaturwissenschaft als hilfreich erweisen, finden sich bei Martin Seel. Statt eines Zitats hier zunächst zwei Tabellen, die einige zentrale Unterscheidungen seiner „Ästhetik des Erscheinens“ zusammenfassen:

Eine erste wichtige Unterscheidung ist diejenige zwischen realen und irrealen Sinnenobjekten. Erstere sind, sofern anwesend, Gegenstand der sinnlichen Wahrnehmung, letztere sind Gegenstand der sinnlichen Vorstellung.8 Sinnliche Wahrnehmung wie auch sinnliche Vorstellung können ihren Gegenstand sowohl im Modus des Soseins als auch im Modus des Erscheinens erfassen. Im ersten Fall wird der Gegenstand auf einen Begriff gebracht, im zweiten Fall dagegen – und nur in diesem Fall kann tatsächlich von ästhetischer Wahrnehmung bzw. ästhetischer Vorstellung gesprochen werden – präsentiert sich der Gegenstand in seiner phänomenalen Individualität.9 Weiter unterscheidet Seel drei Arten des Erscheinens,10 von denen im aktuellen Zusammenhang vor allem die dritte, das artistische Erscheinen, von Interesse ist. Seel formuliert hier die speziell für Kunstwerke geltende Voraussetzung, dass diese „in ihrem performativen Kalkül verstanden sein wollen“11 – ein direktes Pendant zu Luhmanns Beobachtung zweiter Ordnung bzw. Gumbrechts Sinneffekten.

Literarische Kunstwerke sind nun einerseits reale Sinnenobjekte, die z.B. als Klanggebilde der ästhetischen Wahrnehmung unmittelbar zugänglich sind. Sie appellieren aber andererseits auch an die ästhetische Vorstellungskraft, mit deren Hilfe sie irreale Sinnenobjekte zum Erscheinen bringen. Wenn etwa Luhmann in der eingangs zitierten Passage von Quasi-Dingen, imaginierten Dingen und Ereignissequenzen spricht, dann scheint er eher diese irrealen Sinnenobjekte im Blick zu haben. Wenn dagegen Gumbrecht darauf hinweist, dass bei literarischen Texten neben der Sinndimension sehr leicht „auch die Präsenzdimensionen Typographie, Sprachrhythmus und sogar Papiergeruch ins Spiel kommen“ können,12 dann bezieht er sich ganz offensichtlich auf den Text als ein reales Sinnenobjekt. Es scheint deshalb geraten, eine Differenzierung des Dingbegriffs nach realen und irrealen Sinnenobjekten vorzunehmen.

Diese Differenzierung hat dann auch Folgen für den Begriff der Präsenz, der für Seel nicht weniger zentral ist als für Gumbrecht: „In der sinnlichen Präsenz des Gegenstands werden wir eines Augenblicks unserer eigenen Gegenwart inne. […] Ästhetische Anschauung ist eine radikale Form des Aufenthalts im Hier und Jetzt.“13 Das Problem besteht nun darin, dass man irrealen Sinnenobjekten nicht ohne Weiteres eine eigene Präsenz bzw. Gegenwart zusprechen mag: „[I]rreale Objekte sind ‚Objekte‘ einer besonderen Art. Sie sind nur zusammen mit Vorstellungen von ihnen überhaupt ‚gegeben‘. Ihnen geht die Eigenständigkeit realer Objekte ab. Wir können ihnen nicht begegnen. Ihnen kommt keine eigene Gegenwart zu.“14 Sind nun aber, wie im Fall literarischer Kunstwerke, die irrealen Sinnenobjekte an ein reales Sinnenobjekt (den Text) gebunden, so können sie gewissermaßen an dessen Gegenwart partizipieren: „Es handelt sich hierbei einerseits um eine geliehene Gegenwart und eine geliehene Sinnlichkeit: andererseits findet die ästhetische Vorstellung in der Form einer gebundenen Imagination zu einem gesteigerten Bewusstsein von Gegenwart zurück.“15 Und so kann Seel formulieren: „Das Erscheinen des sprachlichen Gegenstands lässt eine abwesende Gegenwart erscheinen.“16

Im dritten Teil sollen einige der hier referierten Unterscheidungen wieder aufgenommen werden. Soviel aber dürfte jetzt schon deutlich geworden sein: Die Frage nach der Dinghaftigkeit von Texten ist keine ganz unschuldige. Sie stellt sich in eine mindestens bis zu Susan Sontags berühmtem Essay „Against Interpretation“17 zurückreichende Tradition, die darauf besteht, dass das literarische Kunstwerk sowohl auf der Ebene der sinnlichen Wahrnehmung als auch auf der Ebene der sinnlichen Vorstellung etwas zum Erscheinen bringt, dessen sinnliche Präsenz dem hermeneutischen Zugriff weitgehend entzogen bleibt. Das heißt nun freilich nicht, dass man auf Hermeneutik ganz verzichten müsste, im Gegenteil: Es geht ja gerade um das Zusammenspiel von Präsenz und Bedeutung, von Sinnlichkeit und Sinn – nichts anderes wollen Formulierungen wie „Beobachtung zweiter Ordnung im Bereich des Wahrnehmbaren“, „Oszillieren zwischen Präsenzeffekten und Sinneffekten“ oder „artistisches Erscheinen“ letztlich besagen.

Mediävistische Perspektivierung

Luhmann, Gumbrecht, Seel: Im vorherigen Teil bin ich von (post-)modernen Ästhetiktheorien ausgegangen,18 um das Thema des vorliegenden Hefts in einem ersten Anlauf zu umreißen. Das geschah einerseits in der Überzeugung, dass sich moderne Theorien durchaus auch für vormoderne Texte fruchtbar machen lassen. Andererseits ist aber nicht zu übersehen, dass die genannten Theorien explizit oder implizit von Prämissen – z.B. einem die Literatur mit einschließenden Begriff der schönen Künste bei gleichzeitiger scharfer Trennung zwischen literarischen und nicht-literarischen Texten – ausgehen, die für das Mittelalter so nicht haltbar sind.19 Der vorliegende Teil widmet sich deshalb der Frage, wie eine historische Perspektivierung des Themas durch die Mediävistik auszusehen hätte.

Den Weg kann vielleicht noch einmal Gumbrecht weisen, der seine Leitunterscheidung zwischen Präsenz und Bedeutung zu einer prototypischen Unterscheidung zwischen Präsenzkulturen und Bedeutungskulturen nutzt.20 Während wir heute in einer stark bedeutungslastigen Kultur lebten, die freilich auch „ein massives Bedürfnis nach Präsenz“ motiviere (es ist genau dieses Bedürfnis, das Gumbrecht offensichtlich antreibt),21 sei es möglicherweise „lohnend, mit der These vom Mittelalter als dem Ausnahmefall eines ausbalancierten Verhältnisses zwischen Präsenz- und ‚Bedeutungskultur‘ zu experimentieren“,22 was Gumbrecht unter anderem an der Eucharistie verdeutlicht: „Die frühneuzeitliche Geschichte der christlichen Theologie lässt uns annehmen, dass die Eucharistie, der zentrale Ritus des Mittelalters, zugleich als ein Heraufbeschwören der Realpräsenz Gottes erlebt wurde und als zeichenhafte Erinnerung an die Fleischwerdung Gottes.“23

Das Mittelalter als historischer Ausnahmefall eines ausbalancierten Verhältnisses zwischen Präsenz- und Bedeutungskultur: Wenn das stimmt, dann müsste nicht zuletzt auch die dingliche Dimension von Texten in der Vormoderne noch weit ausgeprägter sein als in der durch die Cartesianische Trennung von Geist und Materie geprägten Moderne. Außerdem steht zu vermuten, dass das Erscheinen sinnlicher Präsenz im Mittelalter weit weniger unter ästhetischen als vielmehr unter religiösen Vorzeichen verhandelt wird. In diesem Zusammenhang lohnt sich ein Blick auf Christian Kienings mediengeschichtliche Studie „Fülle und Mangel“, mit der sich nahtlos an Gumbrechts Eucharistie-Beispiel anschließen lässt.24

Was Kiening sucht, ist das absolute Medium, in dem das Repräsentierte nicht nur repräsentiert, sondern tatsächlich auch ontologisch präsent wäre. Das Paradigma hierfür ist Jesus Christus, der, göttliche und menschliche Natur in sich vereinend, als wahrer Mittler zwischen göttlicher und menschlicher Sphäre fungiert und seinerseits, vermittelt durch das Eucharistiegeschehen, im Hier und Jetzt der Messe tatsächlich real präsent ist.25 Kiening fragt nun nach Formen mittelalterlicher Schriftlichkeit, die dem skizzierten „Modell der christologischen Medialität“26 zumindest nahekommen. Ich greife drei Beispiele heraus, in denen die Verbindung von Schriftlichkeit, göttlicher Präsenz und Materialität bzw. Dinglichkeit besonders deutlich zutage tritt.

Erstens kann man den sakralen Charakter der Schrift betonen, wie er bereits durch die ursprünglich vom Finger Gottes beschriebenen Gesetzestafeln verbürgt ist. Immer wieder wird die Materialität der Schrift zwar überschritten, so etwa in der Paulinischen Umcodierung der Gesetzestafeln zu einer göttlichen Herzensschrift. Gleichzeitig ist es aber gerade diese Materialität, die auch im geistlichen Kontext eine wichtige Rolle spielt, etwa für die Figurengedichte eines Hrabanus Maurus oder für heilswirksame Akte des Lesens und Schreibens.27

Zweitens kann die Schrift mit materiellen Artefakten wie dem Kirchenbau und seiner Ausstattung kombiniert werden. So gewährt Suger von Saint Denis in seiner Schrift De administratione nicht nur Einblick in die intendierte Rezeption des von ihm initiierten Kirchenbaus, sondern versieht diesen vorsichtshalber auch mit inschriftlichen Gebrauchsanweisungen, die den Aufstieg von der materiellen Pracht zum immateriellen Sinn garantieren sollen. Aber auch Beschreibungen und Ausdeutungen vom Rezipienten allererst zu imaginierender Artefakte – etwa der Arche Noah durch Hugo von St. Viktor – können der geistlichen Orientierung dienen.28

Eine geradezu symbiotische Verbindung ergibt sich drittens zwischen Schrift und Reliquie: Die Schrift „versieht die Reliquie mit Evidenz und versieht sich selbst mit Evidenz durch die Nähe zu jener“.29 Kiening zeigt das erstens anhand der Legendenbildung um das Schweißtuch der heiligen Veronika, das als vera icon, als wahres, nicht von Menschenhand gemachtes Bild Christi einmal mehr die Vorstellung eines absoluten Mediums heraufbeschwört, und zweitens anhand der hybriden, weltliche und geistliche Elemente auf eigenwillige Art und Weise miteinander verwebenden Erzählung vom Grauen Rock Christi – „[e]in textiler Text als Repräsentation einer lang nur textuell verfügbaren Textilie“.30

Die Gesetzestafeln Mose, der mit inschriftlichen Gebrauchsanweisungen versehene Sakralbau Sugers von Saint Denis, die enge Verbindung von Schrift und Reliquie: All dies sind Aspekte einer starken textuellen Dinghaftigkeit unter nicht primär ästhetischen, sondern religiösen Vorzeichen. Wie Kiening zeigt, finden die von ihm herausgearbeiteten Konzepte einer präsentischen Schriftlichkeit aber auch ihren Weg in solche Texte, die man heute als im engeren Sinn literarisch bezeichnen würde. Zu nennen wären hier etwa das Modell einer eucharistischen Teilhabe im Tristan-Prolog,31 die um das Geheimnis des Grals zentrierte Auratisierung, aber auch Dynamisierung und Transzendierung von Schriftlichkeit im Parzival32 oder die groß angelegte, von einer umfassenden Reflexion des Medialen geprägte Beschreibung des Gralstempels im Jüngeren Titurel.33 An diesen und ähnlichen Fällen ließe sich zeigen, dass die eingangs diskutierten (post-)modernen Theorieangebote durchaus auch schon für mittelalterliche Texte Relevanz besitzen.

Vorstellung der Beiträge, gleichzeitig eine kleine Typologie textueller Dinghaftigkeit

Die in diesem Themenheft behandelten – meist deutschen, vereinzelt auch lateinischen bzw. italienischen – Texte decken einen Entstehungszeitraum vom Frühmittelalter bis zur Frühen Neuzeit ab, das Spektrum der Textsorten reicht von Inventar, Gebet und Glosse über Lehrrede, Märe und Fabel bis hin zu legendenhafter Erzählung und höfischem Roman. Diese Vielfalt war uns wichtig, verhindert sie doch eine allzu einseitige Fixierung auf bestimmte Formen textueller Dinghaftigkeit, wie sie zu einer bestimmten Zeit oder innerhalb einer bestimmten Gattung vorherrschen mögen. So sind wir zuversichtlich, dass unsere Sammlung einschlägiger Phänomene umfassend genug ist, um eine kleine Typologie der verschiedenen Formen textueller Dinghaftigkeit zu ermöglichen. Dieser Typologie gehorcht die Anordnung der Beiträge, und gemeinsam mit ihnen soll sie im Folgenden kurz vorgestellt werden.

Bei textueller Dinghaftigkeit wird man wohl zuallererst an die konkrete Dinghaftigkeit des materiellen Schriftträgers denken, mit der sich Christina Antenhofer in ihrem Beitrag zu Inventaren des Spätmittelalters und der Frühen Neuzeit auseinandersetzt. Gerade eine an der materiellen Kultur der Vormoderne interessierte Forschung hat ironischerweise lange Zeit dazu tendiert, Inventare als bloße Texte zu lesen, denen sie etwas über die darin verzeichneten Dinge zu entnehmen hoffte. Erst die jüngere Forschung hat erkannt, dass Inventare immer auch eine Geschichte erzählen, deren Kenntnis nicht zuletzt für das Verständnis der darin verzeichneten (und eventuell auch nicht verzeichneten) Dinge essentiell ist. Um diese Geschichten zu entziffern, so Antenhofer, dürfen die Inventare aber nicht nur als Texte, sondern müssen sie vor allem auch als Dinge ernstgenommen werden, deren Ausstattung z.B. auf eine rein administrative oder auf eine repräsentative Funktion hindeuten kann.

Von dieser konkreten Dinghaftigkeit wäre eine metaphorische Dinghaftigkeit zu unterscheiden, die dann vorliegt, wenn ein Text – sei es vom Autor selbst oder auch von anderer Seite – als ein Ding bezeichnet oder mit einem solchen gleichgesetzt wird. So werden z.B. bestimmte frühmittelalterliche Gebete in Anlehnung an die in ihnen verwendete Waffenmetaphorik schon von den zeitgenössischen Dichtern selbst als lorica (Brustpanzer) bezeichnet, was zunächst einmal natürlich auf ihre apotropäische Funktion verweist. Sophie Marshall, die sich in ihrem Beitrag mit einem lateinischen (obendrein aber auch noch althochdeutsch glossierten) Vertreter dieser Gattung beschäftigt, will sich mit dieser funktionalen Erklärung aber nicht zufriedengeben und befragt die von ihr untersuchte lorica nach weiteren Aspekten der ‚Panzerhaftigkeit‘.

Fündig wird sie bei demjenigen, was man als mediale Dinghaftigkeit bezeichnen könnte. Gemeint sind gewisse visuelle oder klangliche Qualitäten eines Textes, die auch bei unterschiedlichen Schriftträgern und Schriften bzw. bei unterschiedlichen Stimmen, die einen Text realisieren, mehr oder weniger dieselben bleiben. Besonders interessant ist diese mediale Dinghaftigkeit natürlich dort, wo sie vom Text selbst ostentativ genutzt wird, so z. B. auf visueller Ebene bei Figurengedichten oder auf klanglicher Ebene bei gereimten Texten. Marshall argumentiert, dass die von ihr untersuchte lorica eine extreme Überstrukturierung der Textoberfläche durch Reim und weitere Äquivalenzbeziehungen aufweise, die dem Gebet, auch über die rein metaphorische Dinghaftigkeit hinaus, die Undurchdringlichkeit eines quasi magischen Klangpanzers verleihe. Auf beides – metaphorische wie mediale Dinghaftigkeit – reagiere die althochdeutsche Glosse minutiös, dies aber nicht (wie sonst bei Glossen häufig zu beobachten) im Medium des Visuellen, sondern ebenfalls im Medium des Klangs.

Konkret, metaphorisch, medial: Die bisher genannten Formen textueller Dinghaftigkeit beziehen sich sämtlich auf den Text als ein real-anwesendes Sinnenobjekt. Nun lässt aber „[d]as Erscheinen des sprachlichen Gegenstands“ gleichzeitig „eine abwesende Gegenwart erscheinen“,34 die bevölkert ist von irrealen – oder auch realen, zum Zeitpunkt der Rezeption jedoch in aller Regel nur textuell verfügbaren – Sinnenobjekten wie z. B. einem kostbaren Edelstein, einer edelsteinbeschrifteten Hundeleine oder einer edelsteinverzierten Tafel. Im Fall all dieser Dinge, die nicht Gegenstand der sinnlichen Wahrnehmung, sondern einer – wenn auch natürlich durch den sinnlich wahrnehmbaren Text gebundenen – sinnlichen Vorstellung sind, könnte man von imaginierter Dinghaftigkeit sprechen. Im Folgenden seien zwei – durchaus auch miteinander kombinierbare – Möglichkeiten genannt, die diese imaginierte Dinghaftigkeit zu einer dezidiert textuellen Dinghaftigkeit machen.

Erstens können die textuell vermittelten Dinge poetologisch auf den sie vermittelnden Text hin transparent gemacht werden. Das Verfahren ist ein ähnliches wie bei der metaphorischen Dinghaftigkeit, nur die Richtung ist umgekehrt. Während die metaphorische Dinghaftigkeit vom Text ausgeht, den sie dann mit einem Ding (z.B. einem Brustpanzer) gleichsetzt, nimmt die imaginierte Dinghaftigkeit von einem textuell vermittelten Ding (z.B. einem Edelstein als Teil der erzählten Welt) ihren Ausgang, um dieses dann quasi-allegorisch auf den Text hin auszulegen. So kann in der Fabel vom Hahn und der Perle der Umgang des Hahns mit der Perle von jeher für den Umgang eines unverständigen Rezipienten mit der Fabel selbst stehen. Welches Kapital der im zweiten Viertel des 13. Jahrhunderts dichtende Stricker aus dieser Konstellation schlägt, zeigt Silvan Wagner im Rahmen einer vergleichenden Untersuchung dreier Stricker-Texte, in denen die metaphysische Kraft der Edelsteine relativiert, gesellschaftlich analysiert oder – eben – poetologisiert wird.

Zweitens kann es sich bei den textuell vermittelten Dingen selbst wieder um Schriftträger handeln. In gewisser Weise schließt sich damit der Kreis zur eingangs behandelten konkreten Dinghaftigkeit, nur dass hier im Rahmen erzählter Welten natürlich ungleich viel mehr möglich ist als in der außerliterarischen Wirklichkeit: eine 20 Meter lange Hundeleine etwa, auf der, folgt man dem um 1270 entstandenen Jüngeren Titurel, in einer aus kostbaren Edelsteinen gebildeten Schrift eine komplette Tugendlehre angebracht ist. Wie Tamara Elsner in ihrem Beitrag zeigt, entfaltet sich das Drama um das sogenannte Brackenseil im Spannungsfeld von Präsenz und Bedeutung, von Dinghaftigkeit und Textualität, wobei die Botschaft des Textes weitgehend ignoriert werde und das Brackenseil stattdessen als begehrtes Ding (als Liebesgabe, als Tauschobjekt, als Trophäe) das Handeln der Figuren leite.

Um einen vergleichsweise konventionellen Schriftträger handelt es sich dagegen bei der edelsteinverzierten Tafel des Gregorius in der wohl gegen Ende des 12. Jahrhunderts entstandenen Erzählung Hartmanns von Aue. Mit Seitenblicken auf den Willehalm Wolframs von Eschenbach (Edelstein-Epitaphe der heidnischen Könige, Arofel-Schild) und den Wilhelm von Österreich Johanns von Würzburg (Edelstein-Inschrift auf dem Cupido-Helm) widmet sich Florian Nieser der Frage, ob der Verwitterung der kompromittierenden Schrift auf der zurückgelassenen Tafel tatsächlich eine Vergebung des inzestuösen Geschehenszusammenhangs entspricht oder ob nicht vielmehr die Edelsteine auch weiterhin an die sündhafte Verstrickung des Protagonisten erinnern. Hier wie bei den genannten Vergleichsgegenständen geht es letztlich um die Frage nach dem metonymischen Verhältnis von Schrift und Schriftträger, Textualität und Materialität, Bedeutung und Präsenz.

Soweit der Versuch einer kleinen Typologie von Formen textueller Dinghaftigkeit. Eine spannende Frage, zu deren Beantwortung es aber einer umfassenderen Sichtung des verfügbaren Materials bedürfte, wäre diejenige nach der Affinität bestimmter Textsorten zu bestimmten Formen textueller Dinghaftigkeit oder auch zu bestimmten Arten von Dingen. Was die metaphorische Dinghaftigkeit betrifft, ist etwa zu beobachten, dass sich titelgebende Dingmetaphern wie z. B. speculum (Spiegel) seit dem 11./12. Jahrhundert besonders im gelehrten lateinischen Schrifttum durchzusetzen beginnen.35 Im Bereich der imaginierten Dinghaftigkeit indessen scheinen sich längere Erzähltexte (z. B. der Jüngere Titurel) bevorzugt in größeren Dingen (z. B. dem Gralstempel), kürzere Erzähltexte (z. B. Mären) dagegen bevorzugt in jenen kleineren Dingen (z. B. Würfeln, Nüssen)36 zu spiegeln, deren „Sinn und Sinnlichkeit“ die Zeitschrift „Das Mittelalter“ ihr jüngstes Heft gewidmet hat.37 Wie schließlich das Beispiel der lorica gezeigt hat, kann eine besondere dingliche Kompaktheit durch die Kombination verschiedener Formen textueller Dinghaftigkeit erreicht werden – auch dies ein Befund, dem weiter nachzugehen wäre.

Schluss

Inwiefern können Texte als Dinge betrachtet werden? Auf diese Frage versucht die vorgelegte Typologie ein paar konkrete Antworten zu geben, die sich gewissermaßen unterhalb – Gumbrecht würde sagen: diesseits – der zuvor behandelten Frage nach dem ideellen (religiösen oder ästhetischen) Überbau bewegen. Ein Beobachter zweiter Ordnung würde sich mit all dem vielleicht noch nicht zufriedengeben, sondern wissen wollen, warum wir die besagte Frage denn überhaupt gestellt haben. Eine mögliche Antwort könnte lauten, dass wir uns der textuellen Dinghaftigkeit in eben jener liminalen Phase vergewissern wollen, in der sie uns ins Digitale zu entgleiten droht – um dort entweder vollends zu verpuffen oder aber ganz neue, ungeahnte (womöglich sogar wieder ‚mittelalterlichere‘?)38 Formen anzunehmen.


Titelbild:

Freskomalerei 1420-1430, Südtirol (Ausschnitt). Institut für Realienkunde des Mittelalters und der frühen Neuzeit, Bild Nr. 002997. Online abrufbar in REALonline.

Fußnoten

  1. Dieses Interesse sei hier durch einige neuere Monographien und Sammelbände allein aus dem Bereich der germanistischen Mediävistik dokumentiert: Christ 2015, Mühlherr u.a. (Hgg.) 2016, Selmayr 2017, Glasner (Hg.) 2019, Bildhauer 2020.
  2. Ich knüpfe in diesem Teil an Überlegungen aus früheren Publikationen an: Vollmann 2016, S. 455-457; Vollmann 2019, S. 248-250.
  3. Luhmann 1997, S. 124.
  4. Luhmann 1997, S. 13 u. 16 (zur Imagination).
  5. Ich unterscheide im Folgenden ebenso wenig wie Gumbrecht zwischen Sinn und Bedeutung. Gumbrecht 2004 (übersetzt von Joachim Schulte) bevorzugt ‚Sinn‘, Gumbrecht 2004 dagegen ‚Bedeutung‘.
  6. Gumbrecht 2004, S. 127.
  7. Gumbrecht 2004, S. 128.
  8. Seel 2003, S. 121-124.
  9. Seel 2003, Kap. 2, vgl. auch S. 50-57.
  10. Seel 2003, S. 148-160.
  11. Seel 2003, S. 158.
  12. Gumbrecht 2004, S. 130.
  13. Seel 2003, S. 62.
  14. Seel 2003, S. 122.
  15. Seel 2003, S. 131.
  16. Seel 2003, S. 134.
  17. Sontag 1966
  18. Zu nennen wären an dieser Stelle auch Brown 2001, Harman 2012 und Morton 2012, vgl. dazu Chinca 2016, S. 389f.
  19. Programmatisch Speer 1994.
  20. Gumbrecht 2004, S. 6-9, vgl. auch Gumbrecht 2004, S. 98-106.
  21. Gumbrecht 2004, S. 7.
  22. Gumbrecht 2004, S. 15.
  23. Gumbrecht 2004, S. 15
  24. Im Folgenden greife ich auf einzelne Abschnitte meiner Rezension zu Kiening 2016 (Vollmann 2018) zurück.
  25. Kiening 2016, Kap. 2.
  26. Kiening 2016, S. 68.
  27. Kiening 2016, Kap. 5.
  28. Kiening 2016, Kap. 7.
  29. Kiening 2016, S. 318.
  30. Kiening 2016, Kap. 9, Zitat S. 346.
  31. Kiening 2016, S. 148-152
  32. Kiening 2016, S. 200f.
  33. Kiening 2016, S. 273-280
  34. Seel 2003, S. 134.
  35. Vgl. Lehmann 1953, S. 27-57, zu speculum S. 30-44.
  36. Vgl. Mühlherr 2018 u. Mühlherr 2019.
  37. Dempsey/Jasperse (Hgg.) 2020.
  38. McLuhan 1962 lässt grüßen: die „Gutenberg-Galaxis“ als vorübergehender Ausnahmezustand.

Bibliografie

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Mühlherr, Anna: Nüsse und Hasenbraten. Prägnante Dinge in Mären. In: Dimpel, Friedrich Michael/Wagner, Silvan (Hgg.): Prägnantes Erzählen. Oldenburg 2019, S. 351–382. Online.
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Seel, Martin: Ästhetik des Erscheinens. Frankfurt a.M. 2003.
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Speer, Andreas: Kunst und Schönheit. Kritische Überlegungen zur mittelalterlichen Ästhetik. In: Craemer-Ruegenberg, Ingrid/Speer, Andreas (Hgg.): Scientia und ars im Hoch- und Spätmittelalter. Bd. 2. Berlin, New York 1994, S. 945-966.
Wird erwähnt in Fußnote: [19]

Vollmann, Justin: Präsente Präsente. Zu einer mittelalterlichen Poetologie der Gabe am Beispiel des Marienlobs. In: Gerok-Reiter, Annette u.a. (Hgg.): Ästhetische Reflexionsfiguren in der Vormoderne. Heidelberg 2019, S. 241-270.
Wird erwähnt in Fußnote: [2]

Vollmann, Justin: Rez. Kiening 2016. In: Weimarer Beiträge 2018 (64), S. 304-307.
Wird erwähnt in Fußnote: [24]

Vollmann, Justin: Vom erzählten Ding zur verdinglichten Erzählung. Heinrich von dem Türlin, Luhmann und die Ästhetik. In: Mühlherr, Anna u.a. (Hgg.) 2016, S. 443-459.
Wird erwähnt in Fußnote: [2]