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Claudia Theune
Kontakt: Claudia.theune@univie.ac.at
Institution: Institut für Urgeschichte und Historische Archäologie, Universität Wien, Franz-Klein Gasse 1, 1190 Wien
Iris Winkelbauer
Kontakt: iris.winkelbauer@univie.ac.at
Institution: Institut für Urgeschichte und Historische Archäologie, Universität Wien, Franz-Klein Gasse 1, 1190 Wien
Erstveröffentlichung: August 2019
Lizenz: Sofern nicht anders angegeben Creative Commons License
Medienlizenzen: Medienrechte liegen, sofern nicht anders angegeben, bei den Autoren.
Letzte Überprüfung aller Verweise : 31.07.2019
Empfohlene Zitierweise: Theune, Claudia/Winkelbauer, Iris: Erinnerung an Maximilian I. auf Schloss Hanfelden in der Steiermark, in: MEMO 4 (2019): Objekte der Erinnerung, S. 84–99. Pdf-Format, doi: 10.25536/20190404.
Übersicht Abbildungen

Abstract

Schloss Hanfelden/Steiermark hat durch die sogenannte Maximiliansstube mit der dort angebrachten Inschrift überregionale Bedeutung erlangt. Darin wird ein Besuch König Maximilians im Jahre 1506 beschrieben, bei dem er sich um lokale Angelegenheiten kümmerte. Gleichzeitig sagt die Inschrift aus, dass der Sitz von nun an Hanfelden genannt wird und dass Maximilian I. in dieser Stube residierte. Die Inschrift ist rund 100 Jahre nach dem beschriebenen Besuch angebracht worden, als Maximilian Rauchenberger Schlossbesitzer war. Es ist zu vermuten, dass Maximilian Rauchenberger gezielt an seinen Namensvetter Maximilian I. erinnern wollte. Er konzentrierte sich auf lokale Ereignisse. Die im benachbarten Zeiring angestoßenen weltpolitischen Vorgänge, wie die von Maximilian I. initiierte Ladung zum Reichstag in Konstanz, werden nicht angesprochen. Bauarchäologische Untersuchungen haben zudem gezeigt, dass der Schlosstrakt, in dem die Stube liegt, zum Zeitpunkt des Besuches noch gar nicht existierte.

Abstract (englisch)

The castle of Hanfelden in Styria has gained supra-regional significance with an inscription in the parlour of the so called Maximiliansstube. It describes a visit by King Maximilian in 1506 during which he took care of local affairs. At the same time the inscription states, that since then the manor should be called Hanfelden and that Maximilian I. resided in that room. The inscription was placed there some 100 years after the described visit when Maximilian Rauchenberger was the owner of the castle. It can be assumed that Maximilian Rauchenberger deliberately wanted to create a remembrance to his namesake Maximilian I. He focused on local issues whereas global political events like the convocation to the Reichstag in Konstanz which were initiated in nearby Zeiring are not addressed. Archaeological and architectural research has shown that the section of the complex in which the parlour is located has not yet existed at the time of the visit.

Inhaltsverzeichnis

Einleitung

Schloss Hanfelden am Triebener Tauern in der Steiermark ist weithin bekannt als relativ unverändertes und unverbautes, renaissancezeitliches Schloss, welches in den vergangenen 200 Jahren nicht grundlegend verändert oder renoviert worden ist. Es hat zudem über die Steiermark hinaus Bekanntheit durch die Maximiliansinschrift in der sogenannten Maximiliansstube erlangt (Abb. 1). An der Südwand des südöstlich gelegensten Raumes im zweiten Obergeschoss wird in einer rankengeschmückten Umrahmung in drei Spalten von einem Besuch König Maximilians im Jahre 1506 und seiner Obsorge für Zeiring bzw. das Bergwerk in Oberzeiring berichtet. Durch die Inschrift wird außerdem bezeugt, dass seit dieser Zeit dem Ansitz der Name Hanfelden gegeben und der ‚Burgfried‘ verliehen wurde. Zudem wird impliziert, dass Maximilian I. in dieser Stube persönlich residierte. Die Inschrift selbst brachte man wohl im Auftrag von Maximilian Rauchenberger rund 100 Jahre nach dem geschilderten Besuch an. Damit wurde ein Narrativ ins Leben gerufen bzw. konstruiert und in der Folgezeit tradiert, welches betonte, dass das Schloss und die Region für Maximilian eine besondere Bedeutung hatten.

Seit einigen Jahren werden sowohl archäologische, bauhistorische sowie schrifthistorische Forschungen zu Schloss Hanfelden durchgeführt. Einerseits wurden verschiedene Quellen bzgl. der Anwesenheit von Maximilian I. für das Jahr 1506 analysiert. Anderseits finden seit 2016 Ausgrabungen und bauhistorische Forschungen am Schloss statt,1 die auch eine detaillierte Datierung der einzelnen Baukörper beinhaltet. Eine Fragestellung bezieht sich auf die Datierung der Maximiliansstube bzw. die Frage, ob die Stube im Jahr 1506 schon existierte und die Möglichkeit bestand, dass Maximilian hier weilte.

Schloss Hanfelden am Triebener Tauern

Das in der Renaissancezeit bzw. am Übergang vom Spätmittelalter zur frühen Neuzeit errichtete Schloss Hanfelden befindet sich in Unterzeiring im vom Judenburg-Knittelfelder Becken (dem sogenannten Aichfeld) nach Nordwesten abgehenden Pölstal. Das Schloss wurde nicht am südlichen Taleingang errichtet, sondern liegt an einer weiter nördlich gelegenen, verengenden Stelle, von der aus die Passstraße über den Triebener Tauern, einem der niedrigen Alpenübergänge in den Ostalpen, erreicht wird. Durch diese Straße wird das Murtal bei Judenburg im Süden mit dem Ennstal bei Liezen im Norden verbunden, was schlussendlich eine wichtige Verbindung zwischen Nordostitalien und dem oberen Donauraum bzw. Bayern darstellt. An der zuvor genannten Engstelle zweigt zudem ein Seitental in Richtung Westen nach Oberzeiring ab. Mit der Errichtung des Schlosses an diesem Knotenpunkt war neben der Kontrolle der Passstraße und der damit verbundenen Durchsetzung des Mautrechtes, auch der Zugang zu den Silberbergwerken in Oberzeiring und eine rasche Erreichbarkeit der für den Handel wichtigen Stadt Judenburg gesichert.

Besitzergeschichte

Die Bedeutung von Schloss Hanfelden geht aus schriftlichen Quellen hervor, die Verwalter bzw. Besitzer nennen, die das Mautrecht innehatten.2 Die Linie beginnt mit Hans Han d. J. (ca. 1450‒1516), der Amtmann und Mautner zu Ober- und Unterzeiring war. Er stammte wohl von Hans Han d. Ä. ab, der schon zu Beginn des 15. Jahrhunderts Mautpächter am Triebener Tauern war.3 Hans Han erlangte 1495 Amt und Maut Zeiring treuhänderisch.4. Die Besitzgeschichte des Schlosses in der weiteren Folge ist komplex. Zunächst blieb das Schloss im Besitz der Familie Han, die auch namengebend für das Schloss ist. Peter Han trat 1523 das Erbe von Hans Han an. Über seine Schwester Ursula Han bzw. den aus erster Ehe von Ursula Han stammenden Hans Rauchenberger, ging der Ansitz 1579 an die Rauchenberger, eine protestantische Bürgerfamilie aus Judenburg. 1586 wurde Hans Rauchenberger mit Schloss und Herrschaft Hanfelden belehnt. 1589 übergab dieser das Schloss an seinen Sohn Wilhelm, der es wiederum 1617 an Maximilian Rauchenberger weitergab. Die später dem niederen Adel zuzurechnenden Rauchenbergers hatten enge Verbindungen mit adeligen Familien Österreichs, die ebenfalls zum Protestantismus konvertiert waren. So heiratete Wilhelm Raucherberger 1601 Anna Maria aus dem Geschlecht der Aichlburger, die ihren Stammsitz in Kärnten im Gailtal hatten. Die Familie Rauchenberger musste Hanfelden jedoch 1628 verkaufen, da im Zuge der Gegenreformation alle adeligen Protestanten des Landes verwiesen wurden. Neuer Besitzer war André Stübich. Schon 1661 ging das Gut an Georg Sigmund von Herberstein über, 1738 an Wilhelm von Pfefferhofen bzw. an Hillebrand von Prandau.5 1747 wurden die Herrschaften Authal, Hanfelden und Pusterwald vereinigt.6 1783 kaufte Johann Nepomuk von Schwarzenberg die Herrschaft Hanfelden. Ein letzter Besitzerwechsel fand 1856 statt, als Franz Xaver Neuper das Schloss kaufte. Es ist heute im Besitz der Familie Georg Neuper.

Durch die verschiedenen Besitzer des Schlosses bzw. insbesondere durch den angeschlossenen Mauthof wurden die Mauteinnahmen geregelt. Die Besitzerwechsel einschließlich der Hinweise auf Schulden lassen vermuten, dass diese Einnahmen wohl nicht sehr einträglich gewesen sind, die Bedeutung des Schlosses also in der frühen Neuzeit eher begrenzt gewesen ist.

Die Baugeschichte des Schlosses

Für die Geschichte und zeitliche Abfolge der einzelnen Baukörper von Schloss Hanfelden stehen schriftliche Quellen sowie archäologische Forschungen zur Verfügung. In einer Urkunde vom 28. Dezember 1493 verlieh König Maximilian Hans Han einen öden Hof an der Under Zayryng samt allem Zubehör, wie es schon von König Friedrich III. nach Lehens- und Landesrecht verliehen wurde.7 Damit wird ausgesagt, dass in Unterzeiring ein Hof existierte, der möglicherweise schon als Ansitz fungierte, allerdings 1493 verfallen/öd war. Die genaue Lage des Hofes wird nicht genannt. Hans Han konnte also nicht in eine bereits existierende und bewohnbare Burg oder einen Ansitz ziehen, sondern musste selbst als Bauherr auftreten. Weitere schriftliche Quellen, die Aussagen zur Baugeschichte geben könnten, sind nicht bekannt.

Die intensive denkmalpflegerische, archäologische bzw. bauhistorische Beschäftigung mit Schloss Hanfelden begann in den 1960er Jahren. So wurde die Bedeutung von Schloss Hanfelden schon früh erkannt. 1965 wurde das Schloss unter Denkmalschutz gestellt.8 In den 1970er Jahren konnten durch den Architekten Manfred Wehdorn im Auftrag des Bundesdenkmalamtes erste fundierte Pläne erstellt werden.9 Eine auch heute noch grundlegende Bauaufnahme unternahm Martin Aigner.10

Die neuen Forschungen, die seit 2016 durchgeführt werden, bewegen sich auf zwei Ebenen.11 Durch Ausgrabungen an Schlüsselpunkten, sowie durch eine bauhistorische Aufnahme, soll die Bauabfolge geklärt werden. Die Arbeiten werden von konservatorischen Maßnahmen begleitet. So wird die Umfassungsmauer nach und nach konserviert und das Nebengebäude erhielt 2016 ein neues Dach. Hinzu kommen umfangreiche dendrochronologische Analysen, die dank diverser, erhaltener Holzkonstruktionen im gesamten Schloss umfassende Hinweise auf die Baugeschichte der verschiedenen Bauphasen liefern können. Ebenfalls flankierend wurden 2018 geophysikalische Prospektionen im Bereich innerhalb der Ringmauer sowie im ehemaligen, vermutlich in der Barockzeit angelegten Garten durchgeführt.

Schloss Hanfelden (Abb. 3) besteht heute aus einem vierseitigen, geschlossenen Baukörper mit Innenhof, in dem in einer späteren Bauphase Arkaden eingestellt wurden. Der Schlossbau wird von einer Ringmauer mit vier Ecktürmen umschlossen (Abb. 1). Mit sehr geringem Abstand schließt sich östlich ein zweigeschossiges Nebengebäude mit jeweils zwei Räumen an.

Anhand des Grundrisses ist auffällig, dass die Westseite, die Nordseite und die Südseite eine einheitliche Front bilden, während die Ostseite, in der sich auch die Maximiliansstube befindet, mit einigen Vor- und Rücksprüngen recht uneinheitlich ist und somit einige Abweichungen in der Ausrichtung besitzt (Abb. 2).

Baugeschichtlich und auf der Basis archäologischer und dendrochronologischer Daten kann mit einer ersten Bauphase der gesamten Anlage in der Zeit um 1500 gerechnet werden. Bislang liegen keine verlässlichen Daten für einen älteren Baukörper vor. Für das zweite Halbjahr 2019 geplante, zusätzliche dendrochronologische Analysen und Ausgrabungen und eine detaillierte Bauaufnahme werden hierzu weitere wichtige Daten liefern. Beim ältesten Baukörper handelt es sich um einen quadratischen, dreigeschossigen Wohnturm von etwa 10 m Seitenlänge im Nordflügel. Sowohl im zweiten Obergeschoss, als auch im Dachgeschoss haben sich etliche Balken erhalten, die in die Zeit 1497/1499 datieren. Der Turm hat – wenn auch nur für wenige Jahre – freigestanden, wie Hinweise im Dachstuhl bzw. eine noch erhaltene quaderförmige, ockerfarbene Außenbemalung im zweiten Obergeschoss andeuten (Abb. 4). Recht schnell folgte ein weiterer Ausbau zur vierseitigen Anlage, wobei allem Anschein nach der Westflügel und der Südflügel bald nach der Fertigstellung des Turms errichtet wurden. In der Mitte des Westflügels liegt zudem der ursprüngliche Eingang in den Schlosshof (Abb. 5). Dem Westflügel kommt auch besondere Bedeutung bei, da hier zwei zweigeschossige Blockwerkkammern eingebaut wurden. Solche vollständig erhaltenen und in situ befindlichen Blockwerkkammern sind selten und geben einen guten Einblick in die gehobene Ausstattung eines Ansitzes in der Zeit um 1500. Die dendrochronologischen Daten von Deckenbalken im Erdgeschoss bzw. im zweiten Obergeschoss und von Balken einer Mauerbank im Dachstuhl liefern ein relativ einheitliches Fällungsdatum zwischen 1499 und 1503. Die vorhandenen Daten zum Dachstuhl über den Blockwerkkammern verweisen auf das Jahr 1511. Etwa zeitgleich sind die Daten für den Südflügel.

Der Ostflügel ist vermutlich etwas später gebaut worden. Die dendrochronologischen Daten geben hier derzeit noch kein klares Bild und sind uneinheitlich. Bislang liegen einige Daten aus dem Dachstuhl vor. Balken auf Mauerbänken bzw. des Bundtrams datieren in die Zeit 1524/25. Die Deckenbalken im zweiten Obergeschoss, dort wo sich die Maximiliansstube befindet, datieren um 1531/32. Es ist davon auszugehen, dass dieser Flügel als letzter Baukörper der vierseitigen Anlage errichtet worden ist. Um diese vorläufigen Angaben verifizieren oder falsifizieren zu können, werden ab Sommer 2019 weitere bauhistorische Untersuchungen durchgeführt. Etwas später, wohl in der Mitte des 16. Jahrhunderts, wurden im Innenhof an der Ost- und Westseite Arkaden eingestellt (Abb. 6) sowie nachfolgend ein Treppenhaus eingebaut (Abb. 7).

In der Folge sind nur wenige Umbauten und Veränderungen zu registrieren wie die Verlegung des Tores von der Westseite an die Südseite, der Bau einer Ringmauer sowie eine barockzeitliche Fassadengestaltung bzw. der Einbau von barockzeitlichen Kassettendecken bzw. Stuckdecken. Für das 19. und frühe 20. Jahrhundert sind, bis auf eine partiell verlegte Oberputzstromleitung, keine weiteren Veränderungen vorgenommen worden. Es gab und gibt bis heute keine Wasserinstallation. Im weiteren Verlauf des 20. und 21. Jahrhunderts wurden und werden kontinuierlich notwendige Konservierungsmaßnahmen durchgeführt. So ist das Schloss bis heute in einem ursprünglichen, renaissance- bzw. barockzeitlichen Zustand erhalten.

Dicht am südöstlichen Eckbereich des Hauptgebäudes befindet sich ein Nebengebäude (Abb. 3), bestehend aus zwei jeweils zweigeschossigen Räumen. Das Gebäude wurde in mehreren Bauetappen erweitert, aufgestockt und verstellt in seiner heutigen Form die freie Sicht aus den Fenstern der Maximiliansstube nach Osten und Südosten. In der Moderne sind insbesondere im Fußbodenbereich massive Veränderungen vorgenommen worden. Vermutlich wurde das Nebengebäude, wie das Hauptgebäude, im Spätmittelalter oder an der Wende zur frühen Neuzeit errichtet.

Durch die geophysikalische Prospektion im Bereich innerhalb der Ringmauer konnten weitere Gebäudestrukturen eruiert werden. Möglicherweise sind lineare Strukturen vor der Südseite des Schlosses, aber innerhalb der Ringmauer von Bedeutung (Abb. 8). Ob sich diese Gebäudestrukturen mit dem in den Schriftquellen genannten öden Hof in Verbindung bringen lassen, kann derzeit nicht gesagt, sondern nur in künftigen Ausgrabungen eruiert werden. Jedenfalls gibt es derzeit keine Hinweise auf einen Baukörper innerhalb der noch erhaltenen Anlage, welcher deutlich vor der Zeit um 1500 errichtet worden ist.

Die Inschrift

Schloss Hanfelden hat durch die sogenannte Maximiliansinschrift eine überregionale Bedeutung erlangt, in der über einen Besuch König Maximilian I. für das Jahr 1506 berichtet wird. Diese befindet sich im Ostflügel des zweiten Obergeschoss des Schlosses in der sogenannten Maximiliansstube (Abb. 9; Abb. 10).Über drei Spalten hinweg wird vom Aufenthalt und seinen Bemühungen um die Reaktivierung der Silberbergwerke in Oberzeiring, aber auch von der Verleihung des Namens Hanfelden für den Ansitz berichtet.

Die Bedeutung der Inschrift wurde früh erkannt, wie aus den Beschreibungen des 19. Jahrhunderts und der Zeit um 1900 zu Schloss Hanfelden deutlich wird.12 Kurz nach dem Zweiten Weltkrieg überprüfte der Landeskonservator der Steiermark im Auftrag des Landesmuseums Joanneum den Zustand der Inschrift mit dem Ziel der Überprüfung einer möglichen Abnahme und Überführung in das Joanneum.13 Kurze Zeit später entstand der nicht umgesetzte Plan die Inschrift nach Judenburg zu übertragen.14 1965 wurde – wie erwähnt – schließlich das Schloss samt der Inschrift unter Denkmalschutz gestellt, mit dem Ziel, notwendige Schutzmaßnahmen sowohl für die Inschrift als auch für die Bausubstanz des Schlosses künftig vor Ort durchzuführen.

Die gut erhaltene und sorgfältig ausgeführte Inschrift ist an der Südwand der sogenannten Maximiliansstube angebracht (Abb. 11). Die Stube hat heute Ausmaße von ca. 7,70 m x 4,50 m. In der Südostecke ist ein Erker eingestellt. Der Raum war ursprünglich größer, die Westwand wurde in einer zweiten Bauphase dichter an das Fenster in der Südwand angerückt (siehe unten). Ebenfalls in einer späteren Phase wurde eine dünne, hölzerne, dunkel gebeizte Zwischenwand eingezogen. Dadurch sind nun rund 20 m² im nördlichen Bereich des Raumes abgetrennt, was die Raumwirkung verändert. Ob diese vor oder nach Anbringung der Inschrift eingestellt wurde, kann zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht gesagt werden.

Die Inschrift nimmt den oberen Teil der Südwand vollständig ein, schließt im östlichen Bereich vor einem etwa um 45° zur Südwand versetzten Erker ab und nimmt im westlichen Teil Rücksicht auf die eingerückte Wand. Die beiden linken Spalten der Inschrift sind etwas schmaler und haben jeweils 14 Zeilen, die dritte und rechte Spalte ist etwas breiter. Sie ist über dem Fenster angebracht und daher kürzer, sie umfasst nur vier Zeilen, in einer fünften, kleinen Zeile wird der Verfasser genannt. Durch diese dritte Spalte verläuft ein Setzungsriss von der Kassettendecke bis zum Fenster. Die Inschrift ist noch gut lesbar, die Spalten eins und drei sind sehr gut erhalten, die Schrift der mittleren Spalte ist blasser. Die Spalten sind linksbündig geschrieben. Um jedoch den Anschein eines Blocksatzes zu erwecken, wurden in den kürzeren Zeilen am rechten Ende mehrere Schlaufenornamente angebracht. Der freie Raum bis zum Stichbogen des Fensters ist mit großzügigen Ranken gefüllt. Die schwarze gotische Frakturschrift ist in Freskotechnik angebracht. Umrahmt wird die Inschrift von einer Bordüre, die beidseitig von schwarzen Linien begrenzt ist. Diese Bordüre ist heute nicht mehr komplett erhalten, sondern teilweise mit einer weißen Putzschicht überdeckt. In der Bordüre selbst sind weiße Blätter (Eichenlaub oder Lorbeer), die sich um einen grünlichen Stab rollen, dargestellt. Der Hintergrund ist in Rot gehalten. Möglicherweise ist die Wahl der Farben und der Motive symbolisch aufgeladen und soll eine königliche Bedeutung unterstreichen.

Die aktuelle Wandgestaltung zeigt sich verputzt und wurde weiß bemalt. Es gibt jedoch Hinweise auf eine frühere Wandtäfelung. Die Decke des Raumes ist mit hölzernen, rechteckigen Kassetten verkleidet, die auf eine Bretterschalung aufgenagelt wurden. Die Kassettendecke ist zum größten Teil nicht mehr erhalten. Reste finden sich nur mehr im südöstlichen Bereich des Raumes und direkt über der Inschrift. Der Fußboden besteht aus einfach ausgefertigten Dielen, die in Nordsüdrichtung verlegt wurden. Der Boden des nachträglich aufgesetzten Erkers wurde ebenfalls mit Holzdielen ausgelegt. Diese weisen eine andere Verlegrichtung auf (Abb. 10).15 Der Raum wurde mit einem aufwendig gestalteten Kachelofen beheizt.16 Die Beschickung des Kachelofens erfolgte vom angrenzenden Arkadengang aus. Es handelt sich demnach um einen Hinterlader, um keine Geruchs-, Staub- und Geräuschbelästigung im Raum selbst zu verursachen. Neben den erhaltenen Resten des gemauerten Ofensockels in der Stube sind zudem einige Kachelfragmente überliefert.17 Es liegen sowohl Kacheln aus der Sammlung des Universalmuseums Joanneum18 als auch Stücke vor, die bei Grabungen zu Tage getreten sind. Einige der Stücke können eventuell dem Kachelofen in der Maximiliansstube zugeordnet werden.19 Nicht zu unterschätzen ist der repräsentative und dekorative Zweck von Ofenkacheln.20 Sie vermitteln sehr gut den Anspruch, der an die Raumwirkung in der Maximiliansstube gestellt wurde. Aufgrund der Herstellungstechnik und Motivik der Kacheln, z. B. mit Heiligendarstellungen (Hl. Michael), kann der Kachelofen mit einiger Vorsicht in die erste Hälfte des 17. Jahrhunderts datiert werden (Abb. 12).21 Die Errichtung bzw. Umgestaltung des Kachelofens fällt somit in den Zeitraum der Anbringung der Inschrift. Um diese Zeit entstand hier wohl eine repräsentative Stube.

Die Inschrift beruft sich konkret auf das Jahr 1506 und postuliert zudem, dass König Maximilian in der Stube residiert habe. Von großer Bedeutung für die Schlossgeschichte ist die Betonung gleich zu Beginn der Inschrift, dass während des Aufenthaltes von Maximilian I. dem Ansitz der Name Hanfelden gegeben wurde und er den Burgfrieden verliehen hat. Die folgenden Ausführungen beziehen sich auf die Bemühungen, das Bergwerk in Oberzeiring wieder zu aktivieren, nachdem es 348 Jahre zuvor einen massiven Bergwerksunfall gegeben habe, bei dem zahlreiche Menschen ihr Leben verloren. Die Stube und deren Verbindung mit König Maximilian wird im folgenden Satz direkt erwähnt: Von Zeit dis löblichn König an Den nam der Königstubm ich gewan.22 Der Text endet mit einer Huldigung an das Haus Österreich.

Die Inschrift trägt als Signatur die Unterschrift Chri Praun. Dieser kann wohl identifiziert werden mit Christoph Praun, der um 1620 Gerichtsamtsverwalter des Zeiringer Berggerichtes gewesen ist. Damit ist die Inschrift in die Zeit zu setzen, in der Maximilian Rauchenberger Schlossbesitzer war. Die Inschrift wurde also gut 100 Jahre nach dem Besuch König Maximilians angebracht. Vermutlich wollte Maximilian Rauchenberger in Erinnerung und auch Loyalität an seinen Namensvetter König Maximilian dieses Denkmal setzen.

Die Anwesenheit Maximilians im Pölstal wird durch verschiedene Urkunden bestätigt. Maximilian urkundete auf einige königlichen Schreiben zwischen dem 14. Oktober 1506 und dem 28. Oktober 1506 in Zeiring bzw. einmal in Oberzeiring. In den Urkunden werden verschiedene reichspolitische Angelegenheiten behandelt. Von Bedeutung für die Entwicklung des Reiches ist jene Urkunde vom 27. Oktober 1506, in der die Ladung zum Konstanzer Reichstag (30. April bis 26. Juli 1507) angeordnet wird. Zentrales Anliegen von Maximilian I. – deutsch-römischer König seit 1486, Herr der Habsburgischen Erblande seit 1493 und ab 1508 römisch-deutscher Kaiser – dabei war die Gewinnung der Unterstützung der Stände mit Rat und Hilfe bei dem schon länger geplanten Romzug und einer Kaiserkrönung, wie er auch 1507 in der sogenannten Denkschrift schrieb.23 Diese Belege für eine Anwesenheit von Maximilian in Zeiring werden durch zwei Rechnungseinträge ergänzt.24 Hans von Stainach, zu dieser Zeit Verwalter der Admonter Propstei Zeiring, bescheinigt bei der Ankunft Maximilians am Colomanstag (13. Oktober) die Lieferung von 24 Scheffel und drei Viertel Hafer zur Fütterung der Pferde. Graf Rudolf von Anhalt traf am Ursulatag (21. Oktober) mit 100 Jagdhunden ein.25 Die Anwesenheit von Maximilian in Zeiring ist also durch die schriftlichen Quellen abgesichert. In den Urkunden bzw. Dokumenten werden als Ortsangaben Zeiring bzw. Oberzeiring und die Propstei Zeiring genannt. Schloss Hanfelden taucht in den zeitgenössischen Quellen nicht explizit auf.26 Durch die später angebrachte Inschrift in der Maximiliansstube wurde jedoch der Besuch mit dem Schloss Hanfelden eng in Verbindung gebracht und dort verortet.

Erinnerung an Maximilian I. auf Schloss Hanfelden

Die bisherigen Ergebnisse auf Basis der einzelnen Bauphasen und der historischen Bauforschung des Schlosses scheinen zu zeigen, dass die Maximiliansstube noch nicht existierte, als König Maximilian in Zeiring weilte. Es ist auch nicht sicher, ob Maximilian die schon 1506 fertiggestellten Räumlichkeiten innerhalb von Schloss Hanfelden – etwa die beiden Blockwerkkammern oder andere repräsentative Räumlichkeiten – aufsuchte und dort residierte. Vielmehr scheint Maximilian Rauchenberger als Auftraggeber eine Erinnerung an seinen Namensvetter Maximilian I. konstruiert und damit ein Narrativ geprägt zu haben, welches Schloss Hanfelden eng mit dem Besuch Maximilians I. in der Gegend verbinden sollte.

Eine in der historischen Rückschau konstruierte Erinnerung, wie sie auch in Bezug zum Besuch Maximilians I. auf Schloss Hanfelden erfasst werden kann, ist in der Geschichte häufig.27 Solche Konstruktionen von Narrativen dienen der Sinnstiftung bzw. Sinnkonstruktion und gesellschaftlichen Orientierung. Auch im Nachgang geschaffene Überlieferungen und Traditionen sind wichtige Mittel um eine solche Sinnstiftung zu schaffen und für die nachfolgenden Generationen zu bewahren. Es können sowohl Ereignisse, die tatsächlich stattgefunden haben und bezüglich einer zeitlichen und räumlichen Verortung einer Realität entsprochen haben, als auch Mythen und damit sagenhafte Erzählungen mit einem behaupteten Wahrheitsanspruch als Basis einer solchen Memoria dienen. Entsprechende Erinnerungen können in Zusammenhang mit großen weltpolitischen Angelegenheiten stehen, wie auch mit Ereignissen auf lokaler Ebene; es geht um die Durchsetzung und Stabilisierung von Macht- und Herrschaftsansprüchen bzw. um die Schaffung von historischer Bedeutung für einen Ort, eine Person oder ein Ereignis. Ein detaillierter Blick auf die Inhalte der Inschrift auf Schloss Hanfelden zeigt einige wichtige Punkte auf, die für die Erinnerung bzw. die Aspekte, an die durch die Initiative von Maximilian Rauchenberger erinnert werden sollte, wesentlich sind. Für die Familie Rauchenberger war der potentielle Besuch auf Schloss Hanfelden 100 Jahre zuvor von hoher Bedeutung und sollte wohl ihr Ansehen stärken, auch wenn ihr Name nicht direkt genannt wird. Durch das Anbringen der Inschrift in einer repräsentativen, beheizbaren Stube wurde sichtbar bekundet, dass Maximilian I. Schloss Hanfelden als Residenz gewählt hatte. Die ständige Sichtbarkeit gewährte zudem eine stete Vergewisserung des Narrativs und förderte auch für die Zukunft das historische Bewusstsein für die Bedeutung des Besuches Maximilians auf Schloss Hanfelden. Es war möglich, den Besuch und die Vergangenheit stets weiterhin zu vergegenwärtigen.

Wesentlich ist zudem ein zweiter Punkt. Die oben genannten Urkunden zum Besuch König Maximilians zeigen, dass er sich dort mit politischen Agenden beschäftigte, die seine Position im Heiligen Römischen Reich sichern sollten und schlussendlich seine Kaiserkrönung im Blick hatten. Auf dem Reichstag in Konstanz sollten die Vorbereitungen getroffen werden bzw. der freie und gesicherte Durchzug durch Italien nach Rom ausgehandelt werden.28 In der Inschrift werden diese Agenden jedoch nicht genannt, sondern lediglich die für die lokale Region bedeutenden wirtschaftlichen Belange wie die mögliche Wiederinbetriebnahme der ehemals im Mittelalter wichtigen Oberzeiringer Silberbergwerke und der Fakt, dass dem Ansitz der Name Hanfelden und der Burgfriede verliehen wurde. Die ausführliche Schilderung bzgl. des Grubenunglücks im Oberzeiringer Silberbergwerk und der Bericht über das Schicksal der Hinterbliebenen, bzw. seine Absicht das Bergwerk wieder zu aktivieren, geben Maximilian I. auch einen sozialen-menschlichen Zug, und zeigen einen Herrscher, der sich um seine Untertanen sorgt. Weitere Quellen scheinen zu belegen, dass Maximilian tatsächlich einige Bemühungen unternahm, um zu eruieren, ob das Bergwerk wieder in Betrieb genommen werden könnte, was zudem wirtschaftliche Interessen zeigt, die ebenfalls der Region, aber auch dem Reich zu Gute kommen würden.29 Andere schriftliche Hinweise für Maximilians Obsorge für das Zeiringer Silberbergwerk liegen nicht vor. Der Hinweis auf die Verleihung des Namens und damit auf die Familie Han sowie die Verleihung des Burgfriedens betonen noch einmal die Stellung und die Rechte, die an Schloss Hanfelden hängen. Es wird also impliziert, dass sich Maximilian I. während seines Besuches in erster Linie mit lokalen Angelegenheiten befasste. Schloss Hanfelden und Zeiring sollte dadurch zumindest eine überregionale, wenn nicht darüberhinausgehende Bedeutung zugeschrieben werden. Möglicherweise kann noch ein dritter Punkt genannt werden. Der Schluss der Inschrift ist eine deutliche Loyalitätsbekundung zum Hause Österreich. Die Inschrift ist praktisch gleichzeitig mit dem Beginn der massiven Durchsetzung der Gegenreformation in Österreich im Schloss angebracht worden. Die Rauchenberger als Protestanten haben eventuell in dieser Situation versucht, trotz nichtkatholischer Konfession ihre Verbundenheit zu den Habsburgern öffentlich zu zeigen, vielleicht ist sogar das Wort „freyhait“ ein kleiner Hinweis auf den Wunsch nach Religionsfreiheit. Es scheint also, als verfolgten die Auftraggeber um 1620 mit der Inschrift klar das Ziel, die Erinnerung an den großen Habsburger, Maximilian I. bzw. auch eine enge Verknüpfung Maximilians mit der Familie der Rauchenberger herzustellen.

Die schrittweise Zurückdrängung des Protestantismus setzte schon im letzten Drittel des 16. Jahrhunderts ein. Die Gründung von Jesuitenklöstern unter Ferdinand I. war eine Maßnahme, die die Gegenreformation förderte. Im nahen Judenburg wurde 1620 ein Jesuitenkloster errichtet. Insbesondere Kaiser Ferdinand II. (1619–1637), dessen Regierungsantritt mit der Anbringung der Inschrift in etwa zusammenfällt, war ein harter Verfechter der Gegenreformation. Die Loyalitätsbekundung nutzte nichts: Die Rauchenberger mussten 1628 Schloss Hanfelden verkaufen und das Land verlassen wie zahlreiche andere adlige Familien ebenfalls.

Schluss

Die Maximiliansinschrift in der sogenannten Maximiliansstube auf Schloss Hanfelden ist ein deutliches Zeichen der Erinnerung an Maximilian I., welches wohl durch Maximilian Rauchenberger in Auftrag gegeben wurde. Während des Aufenthaltes im Pölstal bzw. Zeiring setzte der König wichtige politische Schritte, die seinen Anspruch auf die Kaiserkrone bzw. die Planungen für eine Krönung in Rom in die Wege leiten sollten. Dies wird jedoch in der Inschrift nicht erwähnt. Vielmehr betonen die Auftraggeber durch die Inschrift die Obsorge des Königs für die Region und die Bevölkerung. Gleichzeitig versicherten die Rauchenberger noch zu Beginn der sich durchsetzenden Gegenreformation durch Kaiser Ferdinand II. (1619–1637) bzw. die Jesuiten ihre Loyalität zu Maximilian I. und Österreich.

Die bauhistorischen Forschungen haben gezeigt, dass die Stube, in der die Inschrift hängt, zum Zeitpunkt des Besuches noch nicht existierte. Zwar waren schon andere Flügel des Schlosses gebaut, in denen auch repräsentative Räumlichkeiten zur Verfügung standen, der Bereich mit der sogenannten Maximiliansstube wurde jedoch erst später errichtet. Es sei dahingestellt, ob Maximilian Rauchenberger sich dessen bewusst war, dass die Stube, in der er die Inschrift anbringen ließ, vor rund 100 Jahren noch nicht existierte bzw. ob er Kenntnis davon hatte, welchen Aufenthaltsort Maximilian I. in Zeiring tatsächlich wählte. Wichtig für ihn war, die Verbundenheit König Maximilians mit Schloss Hanfelden darzustellen.

Fußnoten

  1. Siehe hierzu etwa Theune/Winkelbauer 2018, S. D6872-D6878 bzw. Theune 2018, S. 9-16.
  2. Fürhacker/Theune 2016, S. 2‒9. Ausführlich zur Besitzergeschichte siehe Brunner 2002, S. 682‒702.
  3. Hollegger 2018, S. 4‒8. Hollegger entsprechend sei allerdings angemerkt, dass keine archivalischen Quellen zu Hans Han d. Ä. und Caspar Han angegeben werden (siehe den Eintrag zu Hanfelden auf burgen-austria).
  4. Regesta Imperii XIV, Bd. 1/2, Nr. 3313, S. 414. Regest online
  5. Fürhacker/Theune 2016, S. 2‒7.
  6. Pichler 1967, S. 76/55.2.
  7. Regesta Imperii XIV, Bd. 1/2, S. 33, Nr. 261. Regest online.
  8. Akten des Bundesdenkmalamtes: Unterschutzstellungsbescheid vom 28. April 1965.
  9. Es wurde zudem eine grobe Baubeschreibung und Schadenskartierung angefertigt. Leider haben sich diese Unterlagen weder im zugehörigen Akt des Bundesdenkmalamtes noch im Archiv des Architekten Manfred Wehdorn erhalten.
  10. Aigner 2002a, S. 5‒20.
  11. 2015 wurde ein interdisziplinärer Arbeitskreis Schloss Hanfelden gegründet, dessen vorrangige Ziele die Erhaltung und Erforschung des Schlosses sind. Für die äußerst kollegiale und freundschaftliche Zusammenarbeit danken wir herzlich.
  12. Schultes 1804, S. 53‒55; Krauss 1897, S. 423; Muchar 1867, S. 15f.; Janisch 1875, S. 520f.; Schmut 1905, S. 55v‒58; Steiner-Wischenbart 1906, 52‒55.
  13. Durchschläge maschinschriftlicher Schreiben des Landeskonservators für die Steiermark, Graz 25. Mai 1949, Zl. 721/1949, Schloss Hahnfelden (sic !), an das Landesmuseum Joanneum Graz, Abt. Kunstgewerbemuseum bzw. an die Besitzerin von Schloss Hanfelden, Frau Therese Neuper (Archivbestand des Bundesdenkmalamtes).
  14. Maschinschriftliches Schreiben des Museumsvereins Judenburg an den Landeskonservator für Steiermark in Graz, Judenburg 25. Juni 1950, Zahl 85 von 1950, Hanfelden.
  15. Aigner 2002b, S. 92f.
  16. Winkelbauer 2018, S. 17‒22; Fürhacker 2018, S. 23.
  17. Winkelbauer 2018, S. 17f.
  18. Die Kacheln gelangten bereits 1887 durch Franz de Paula Neuper in das Münz- und Antikenkabinett in Graz (Akt Nr. 100, 1887) Fürhacker 2018, S. 23.
  19. So möglicherweise zu erschließen aus Wastler 1888, S. 53.
  20. Vgl. hierzu etwa Roth-Heege 2012, S. 20‒31.
  21. Winkelbauer 2018, S. 22.
  22. Maximiliansinschrift zweite Spalte, zwölfte und dreizehnte Zeile.
  23. Wiesflecker-Friedhuber (Hg.) 1996, S. 152–160. Zu Maximilian I siehe auch: Hollegger 2005, S. 178‒190.
  24. Eine Veröffentlichung dieser Schreiben ist in Regesta Imperii XIV. Ausgewählte Regesten des Kaiserreiches unter Maximilian I. 1493‒1519, Bd. 5/1 geplant.
  25. Hollegger 2018, S. 7f.
  26. Hollegger 2018, S. 7.
  27. Vgl. z.B. Lowey/Moltmann 1996; Assmann 1999a; Assmann 1999b; Berek 2009; Angehrn 2011.
  28. Hollegger 2005, S. 178‒190.
  29. Kümper 2017, S. 1116-127 und 167-172. Kümper bezweifelt, dass es das Grubenunglück tatsächlich gegeben hat. Statt auf einen langsamen wirtschaftlichen Niedergang des Bergwerks im 14. Jahrhundert zu verweisen, war das Narrativ der Katastrophe mit der Hoffnung auf eine mögliche Wiederinbetriebnahme eher sinnhaft: Kümper 2017, S 125.

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