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Szabina Reich
Kontakt: reich.szabina@szikm.hu
Website: https://szikm.hu/
Institution: Szent István Király Múzeum
Erstveröffentlichung: April 2022
Lizenz: Sofern nicht anders angegeben Creative Commons License
Medienlizenzen: Medienrechte liegen, sofern nicht anders angegeben, bei den Autoren.
Letzte Überprüfung aller Verweise : 15.04.2022
Empfohlene Zitierweise: Reich, Szabina: Regionalitäten der Wallfahrt in Ungarn im Spiegel von Wallfahrtsmedaillen, in: MEMO Sonderband 1 (2022): Kühtreiber, Thomas (Hg.): Wallfahrt und Regionalität in Mitteleuropa in der Frühen Neuzeit (17.–18. Jahrhundert), S. 167–207, Pdf-Format, doi: 10.25536/2022sb01_08.

Abstract

Ausgehend von Wallfahrtsmedaillen, die bei Grabungen gefunden wurden, wird mit dieser Abhandlung der Versuch unternommen, ein umfassendes Bild der örtlichen Spezifika des ungarischen Wallfahrtswesens zu entwickeln. Der zeitliche Fokus liegt dabei auf dem 17. und 18. Jahrhundert, trotzdem wird auch der mittelalterliche Kontext beleuchtet. Wallfahrtsmedaillen erscheinen als Grabbeigaben unabhängig von biologischem Geschlecht und Alter. Aus der Bildmotivik lässt sich ableiten, dass das Gnadenbild von Mariazell am beliebtesten war. Unter den Heiligen ist das Bild des hl. Benediktus am verbreitetsten gewesen. Die Anordnung der Fundorte auf der Landkarte zeigt, dass Wallfahrtsmedaillen vor allem in den katholisch dominierten Gebieten westlich der Donau vorkommen.

Keywords: Wallfahrtsmedaillen, Frühneuzeitliche Gräber, Ungarn, Marienverehrung, Konfessionelles Zeitalter

Abstract (englisch)

Based on pilgrimage medals found during excavations, this paper attempts to develop a comprehensive picture of the local specifics of Hungarian pilgrimage. The temporal focus is on the 17th and 18th centuries, but the medieval context is also examined. The pilgrimage medals appear as grave goods regardless of sex and age. From the pictorial motifs it can be deduced that the miraculous image of Mariazell was the most popular. Among the saints, the image of St. Benedict was the most common. The site pattern on the map shows that pilgrimage medals occur mainly in the Catholic-dominated areas west of the Danube.

Keywords: Pilgrimage medals, Early modern graves, Hungary, Marian devotions, Denominational Age

Inhaltsverzeichnis

Einleitung

Abb. 1: Ungarischer Pilger, Holzschnitt. Aus: Bálint/Barna 1994, Titelblatt.

Abb. 1: Ungarischer Pilger, Holzschnitt. Aus: Bálint/Barna 1994, Titelblatt.

Ausgehend von Wallfahrtsmedaillen, die bei Grabungen auf dem heutigen Staatsgebiet von Ungarn gefunden wurden, versuche ich in meiner Abhandlung, ein umfassendes Bild der örtlichen Spezifika des ungarischen Wallfahrtswesens zu entwickeln. Der zeitliche Fokus meiner Forschung liegt auf dem 17. und 18. Jahrhundert, jedoch werde ich auch auf die mittelalterliche Vorgeschichte eingehen. Der von der Ablass-Praxis abgeleitete Begriff indulgentia wurde in der ungarischen Volkssprache zum Synonym für Wallfahrten zu den jeweiligen Gnadenorten, für die dortige festliche Volksmenge sowie für die Gedenkfeier zum*zur Schutzheiligen der Kirche.1 (Abb. 1).

Spezifische Andenken der barocken Frömmigkeit waren Wallfahrtsmedaillen, die in stattlicher Anzahl, in vielen Typen und Variationen vorkamen. In erster Linie wurden diese Devotionalien als Rosenkranzanhänger verwendet, sie wurden aber auch selbstständig als Amulette getragen (Abb. 2 und 3). Derlei Objekte drückten die Gottesfurcht ihrer Träger*innen aus, die sich in ihrem Leben dadurch Schutz und Hilfe erwarteten.2 Die ersten Wallfahrtsmedaillen kamen ab dem Ende des 16. Jahrhunderts in Rom und in anderen italienischen Gnadenorten auf, danach nahmen auch die Pilgerstätten in den Gebieten des heutigen Deutschland und Österreich diese Gepflogenheit an.3

Die Geschichte der Wallfahrt in Ungarn vom Mittelalter bis zur Barockzeit

Ausbau und Festigung der ungarischen Kirchenorganisation vollzogen sich unter der Herrschaft von König Stephan I. dem Heiligen (1000–1038) und seinen Nachfolgern. Aus Mangel an heimischen Pilgerorten suchte das christianisierte ungarische Volk anfangs die ausländischen Wallfahrtsorte auf, vor allem das Heilige Land galt als begehrtes Ziel. Die Festlandroute durch das Karpatenbecken wurde von König Stephan um 1018 gesichert. Er ließ Hospize in Jerusalem und Konstantinopel für ungarische Pilger*innen errichten.4 Zudem machten sich die ungarischen Wallfahrer*innen häufig nach Rom auf. Die größten Massen zogen die Ablässe der Heiligen Jahre (z.B. 1300, 1350) an, jedoch baten die Gläubigen ab dem 14. Jahrhundert wegen des inneren Zwistes und der Kriegsverhältnisse in Ungarn um die Enthebung von der Reise nach Rom5 (Abb. 4). Ab dem 16. Jahrhundert ging die Zahl der Rom-Wallfahrten aufgrund der osmanischen Herrschaft und des Protestantismus zurück.6

Im Mittelalter reisten ungarische Pilger*innen auch zu anderen Wallfahrtsorten, wie Altötting, Bari, Düren, Köln, Loreto, Santiago de Compostela, Trier, Tours oder zur Wartburg bei Eisenach7 (Abb. 5). Weitere wichtige Gnadenorte waren Aachen, Mariazell und Częstochowa (Tschenstochau)8 (Abb. 6 und 7). Die ältesten heimischen Gnadenorte waren bereits im 11. Jahrhundert entstanden. Schon im Jahr 1083 wurden die Eremiten Andreas und Benedikt, der Märtyrer Gerhard, König Stephan und sein Sohn Emmerich heiliggesprochen. Um die Gräber und die Aufbewahrungsorte der Reliquien der ersten Heiligen bildeten sich Wallfahrtskulte, so z.B. in Bezug auf König Stephan und seinen Sohn Emmerich in Székesfehérvár (Stuhlweißenburg, Ungarn, Abb. 8), zum hl. Gerhard in Cenad (Csanád, heute Rumänien), aber auch zu späteren Heiligen des Arpadenhauses, wie dem hl. Ladislaus in Oradea (Nagyvárad/Großwardein, heute Rumänien, Abb. 9) und zur hl. Margarete auf der Margareteninsel (Margit-sziget/Haseninsel/Nyulak szigete, Ungarn, Budapest, Abb. 10). Die starke Verehrung der Eucharistie fand im 13. und 14. Jahrhundert ihren Ausdruck in den Wallfahrtsorten zum Heiligen Blut und zu blutenden Hostien (Abb. 11). Báta war einer der berühmtesten Orte, dessen Benediktinerkirche eine Heilig-Blut-Reliquie verwahrte und sich an der Wende vom 14. zum 15. Jahrhundert zu einem bedeutenden Wallfahrtsort entwickelte. Der größte Gnadenort des 15. Jahrhunderts war die Kultstätte des heiligen Eremiten Paulus (228–341) in Budaszentlőrinc (heute im Stadtgebiet von Budapest), wo sich das Hauptkloster des Paulinerordens befand (Abb. 12). Die Verehrung des 1690 heiliggesprochenen Johannes Kapistran begann sofort nach seinem Tod im Jahr 1456. Er war ein feuriger Werber von Soldaten für das gegen die Osmanen kämpfende Kreuzheer bei der Belagerung von Beograd (Nándorfehérvár/Belgrad, Serbien) gewesen und starb bald nach der Schlacht, woraufhin er in Ilok (Újlak, Kroatien) begraben wurde. Die Reliquien des Heiligen gingen während der Osmanenherrschaft verloren, seine Verehrung blieb aber lebendig9 (Abb. 13).

Infolge der osmanischen Okkupation und der Reformationsbewegungen verschwand im 16. und 17. Jahrhundert das Netz der Gnadenorte im Königreich Ungarn weitestgehend (Abb. 14). Im Laufe des 18. Jahrhunderts lebte nur ein Teil davon wieder auf: Andocs (Ungarn), Marianka (Marienthal/Máriavölgy, heute Slowakische Republik), Bratislava (Pozsony, heute Slowakische Republik), Nitra (Nyitra, heute Slowakische Republik), Şumuleu Ciuc (Csíksomlyó, heute Rumänien). Die Glanzzeit der Wallfahrten in Ungarn war das 18. Jahrhundert. Die vor allem von der Aristokratie, dem hohen und niederen Klerus und den Orden in der Tradition der Richtlinien des Konzils von Trient organisierten Wallfahrten waren durch die Marienverehrung mit den Frömmigkeitspraktiken des Mittelalters verbunden. Die katholische Restauration wurde in Ungarn im geistigen Kreis des Regnum Marianum formuliert, in dem die starke Marienverehrung mit den ungarischen Heiligen bewusst verflochten wurde, was eine antiprotestantische Geste darstellte (Abb. 15–19). Eine wichtige Rolle spielten bei der Herausbildung der Wallfahrtsformen des 18. Jahrhunderts die Migrationsprozesse der damaligen Zeit. Während im mittelalterlichen Wallfahrtswesen die Universalität betont wurde, traten im Barock die Wallfahrtsorte lokaler Bedeutung in den Vordergrund. Zu den wiederbelebten mittelalterlichen sowie neu geschaffenen Gnadenorten in Ungarn pilgerten nicht mehr nur ungarische Wallfahrer*innen, sondern auch im Einzugsbereich des Gnadenortes angesiedelte Menschen verschiedenster katholischer Nationalitäten.10

Forschungsmethodik

Meine Untersuchungen begann ich mit dem Erfassen frühneuzeitlicher Wallfahrtsmedaillen, die aus dem Gebiet des heutigen Ungarn im Rahmen archäologischer Forschungen zutage kamen (Abb. 20). Dazu zog ich einschlägige Fachliteratur zurate. Weiters suchte ich archäologische Depots auf, um die dort verwahrten Anhänger begutachten zu können. Die exakte Beschreibung der Funde ergänzte ich jeweils mit einer Angabe zu den Maßen. Zur Bestimmung der Bildmotive und Überschriften recherchierte ich nach einheimischen als auch ausländischen Analogien.

Die Wallfahrtsmedaillen werden im Kataloganhang in alphabetischer Reihenfolge hinsichtlich der Fundorte besprochen. Zuerst kommt es zu einer kurzen Beschreibung des Fundortes und des Fundkontexts, danach folgt die Fundbeschreibung. Die hier kataloghaft erfassten Exemplare sind aus Bronze, Kupfer oder Blei und wurden entweder gegossen oder durch das Ausschneiden aus geprägtem Blech hergestellt.

Abb. 20: Die Fundorte der Wallfahrtsmedaillen in Ungarn. Karte: Szabina Reich.

Auswertung

Die im Gebiet des heutigen Ungarn gesammelten 76 religiösen Medaillen stammen zumeist aus frühneuzeitlichen/neuzeitlichen Gräbern. Leider haben wir in den meisten Fällen keine Angaben über ihre genauere Lage im Grab. Bei der Bearbeitung der Funde nahm daher die Analogienforschung eine besondere Rolle ein.

Anhand der Untersuchung der Bildmotivik (siehe Anhang Tabelle 1) war das Gnadenbild von Mariazell (11 Stück) auf der nördlichen Hälfte von Transdanubien und in der Nähe des Mariengnadenortes besonders beliebt. Die Jungfrau war nicht nur das Symbol gegen den Protestantismus, sondern auch eine gegen die Türken gerichtete Spitze, weshalb ihre Verehrung im 17. Jahrhundert erstarkte.11 Wallfahrten nach Mariazell fanden vorrangig aus den Städten mit deutschsprachigen Bevölkerungsanteilen aus Westtransdanubien (Ják, Sárvár) und Nordungarn (Vác, Visegrád) statt.12

Das Haus Habsburg förderte den Kult um die Heiligen des eigenen Herrschaftsgebietes, weshalb die Verehrung des hl. Johannes von Nepomuk aufblühte, was auch durch die große Anzahl an Flurdenkmälern und Statuen in Kirchen gut belegt ist.13 Auf den in diesem Beitrag behandelten Heiligenmedaillen ist der Heilige zumeist nach dem Vorbild der im 18. Jahrhundert gemeißelten Skulpturen wiedergegeben. Auf den Medaillen kommt er gemeinsam mit dem Gnadenbild von Mariazell und Darstellungen der Pietà, der Kreuzigung Jesu Christi und des hl. Michael vor.

Unter den auf Wallfahrtsmedaillen dargestellten Heiligen ist das Bild des hl. Benedikt (16 Stücke) am meisten verbreitet. Dieser Typ kommt bei der Mehrzahl der Fundorte vor, was mit der großen Zahl der Benediktinerklöster in Ungarn in Zusammenhang stehen kann.14 Auf den Prägebildern können die folgenden Gnadenorte als Umschrift vorkommen: Achberg, Loreto, Máriapócs, Mariazell, Marija Bistrica, Montaigu, Passau, Polling, Rom und Sonntagberg. Wahrscheinlich sind diese Orte zwecks Heilungs- oder Schutzgesuchs frequentiert worden. Leider haben wir keine Information darüber, wo solcherlei Amulettmedaillen hergestellt wurden. Ich vermute, dass es sich um Massenprodukte handelt, die in den Klöstern produziert bzw. an lokalen Gnadenorten vertrieben wurden. Die meisten Stücke weisen eine achteckige Form auf und wurden in den wichtigen kirchlichen Zentren (Pápa, Székesfehérvár, Szombathely) gefunden.

Unter den Fundkomplexen haben die Entdeckungen von Sárvár und Pápa einen besonderen Stellenwert. Jene Exemplare sind stärker und von besserer Qualität. Auch Medaillen mit spezieller Form (Herz) treten im Fundinventar auf. Die Motive und Szenen auf den Prägebildern zeigen darüber hinaus eine große Variabilität. Wahrscheinlich können die Verstorbenen, denen diese Stücke beigegeben wurden, zur wohlhabenden Bevölkerungsschicht von Pápa und Sárvár gezählt werden. Exemplare mit ähnlicher Ausführung können im Fundkomplex von Kecskemét beobachtet werden, deshalb ist es denkbar, dass diese aus demselben Werkstattkreis stammen. Die Medaillen treten im Fundinventar unabhängig von Geschlecht und Lebensalter der Verstorbenen auf. Die Datierung bereitet oftmals Schwierigkeiten; die Begleitfunde in den Gräbern könnten deshalb eine bedeutende Rolle in der Lösung der Datierungsfrage einnehmen.15

Die Anordnung der Fundorte auf der Landkarte zeigt, dass die Wallfahrtsmedaillen in den Gebieten westlich der Donau, vor allem entlang bedeutender Routen und/oder in wohlhabenden Siedlungen, vorkommen. An der Wende vom 17. zum 18. Jahrhundert stabilisierte sich die konfessionelle Diversität in Ungarn. In Transdanubien, in den westlichen Komitaten von Oberungarn und im Donau-Theiß-Zwischenstromland waren die Katholik*innen in der Überzahl, in der Gegend jenseits der Theiß waren die Protestant*innen in der Mehrheit. Die in den Katalog aufgenommenen Stücke stammen aus Friedhöfen rund um katholische Kirchen. Die Fundorte der einzelnen Typen liegen in relativer Nähe zu den Gnadenorten – Funde aus Westungarn zeigen Orientierungstendenzen nach Österreich, jene aus Südungarn nach Kroatien. Aus der Tiefebene ist nur ein Fundkomplex (Kecskemét) bekannt, der angesichts der regionalen protestantischen Dominanz als Überlieferungszufall gedeutet werden kann.

Während im mittelalterlichen Wallfahrtswesen die Universalität betont wurde, traten im Barock die Wallfahrtsorte lokaler Bedeutung in den Vordergrund. Zu den wiederbelebten mittelalterlichen sowie neu geschaffenen Gnadenorten in Ungarn pilgerten nicht mehr nur ungarische Wallfahrer*innen, sondern auch im Einzugsbereich des Gnadenortes angesiedelte Menschen verschiedenster katholischer Nationalitäten. Für die Verbreitung der Marienverehrung und der Wallfahrtstraditionen spielten die angesiedelten Nationalitäten in den Gebieten, die einst unter der Herrschaft der Osmanen gestanden hatten, eine gewichtige Rolle. Sie brachten eine jeweils eigene Frömmigkeitspraxis und spezifische religiöse Gewohnheiten mit. So wurden beispielsweise durch die einwandernde deutschsprachige Bevölkerung mehrere neue Gnadenorte in den Regionen vom Bakony-Gebirge bis ins Budaer/Ofner Gebirge, in den Dörfern des Komitats Baranya, im Banat (Bánát, heute Ungarn/Serbien/Rumänien) und in Bačka (Bácska/Batschka, heute Südungarn/Serbien) gegründet. Im 18. Jahrhundert wanderten katholische südslawische Nationalitäten, Bunjewazen und Schokazen, in den Süden und Westen Ungarns ein. In Bácska wurden griechisch-katholische Ruthenen*innen angesiedelt. Im protestantisch geprägten Siebenbürgen hingegen konnten frühere Gnadenorte nicht mehr aufleben.16

Katalog der im Zuge von archäologischen Forschungen auf dem heutigen ungarischen Staatsgebiet gefundenen Wallfahrtsmedaillen

Abkürzungen
FO – Form
FU – Fundort
HS – Herstellungszeitraum
MA – Material
OT – Objekttyp
RS – Rückseite
VS – Vorderseite

Báta (Komitat Tolna)

Die der hl. Margarete geweihte Pfarrkirche von Báta ist in schriftlichen Quellen seit dem Jahre 1389 belegt, wurde aber den Ergebnissen der Ausgrabung zufolge schon früher errichtet. Die Siedlung entbehrte bereits seit dem Beginn des 17. Jahrhunderts einen ansässigen Pfarrer; die Bevölkerung war vor den Osmanen auf die Insel von Mohács geflüchtet. Die damals noch aufragende Mauer der verfallenden Kirche wurde um 1800 abgetragen, der umliegende Friedhof wurde bis zum Ende des 18. Jahrhunderts genutzt.17 Nach einem Erdrutsch im Jahr 1975 sicherte man*frau in der Hauptstraße (Fő utca 369) nahe der mittelalterlichen Pfarrkirche, die Attila Gaál als jene der hl. Margarete identifizierte, menschliche Knochen, Ziegelhaufen und Kleinfunde.18

Nr. 1 (Taf. 1/1)
FU: Streufund
OT: Benediktuspfennig19
MA: Messingprägung
FO: achteckig, L: 1,8 cm, B: 1,3 cm; Längsöse
VS: Umschrift (CR[V]X·S[ANCTI]·P[ATRIS]· BENEDIC[TI]);20 der bärtige, tonsierte hl. Benedikt in der Flocke, der Krummstab in seiner Rechten; Blütenrand
RS: Benediktusschild: Benediktussegensumschrift: V R. S. (Vade Retro Satana!)/N. S. M. V. (Nunquam Suade Mihi Vana)/S. M. Q. L. (Sunt Mala Quae Libas)/I. V. B. (Ipse Venena Bibas);21 das Benediktuskreuz mit der Buchstabenfolge: C. S. P. B. (Crux Sancti Patris Benedicti)/C. S. S. M. L. (Crux Sacra Sit Mihi Lux)/N. D. S. M. D. (Non Draco Sit Mihi Dux)22 in einem achteckigen Medaillon mit Perlrand; Jesugramm (IHS – Iesus Hominum Salvator) im oberen Kreuz
HS: 3. D. 17./1. H. 18. Jh.

Der Benediktuspfennig soll gegen Unwetter, Verwünschungen, die Pest und Cholera schützen. Zugeschrieben wurde ihm auch Hilfe bei Tierseuchen, Gift und Fallsucht.23 Die Medaille kann als indirekter Nachweis benediktinischer Präsenz gewertet werden, nachdem der Orden bis 1539 de facto als Betreiber der Wallfahrt zum Heiligen Blut in Báta fungierte, danach jedoch nur nominell die örtlichen Seelsorgerechte innehatte.24

Budapest (Komitat Pest)

Am südlichen Ende des Grundstücks Ostrom Straße 13 (Nordhang des Burgberges) wurde bei der Auffüllung einer Grube unter Steinen eine Bronzemedaille aus dem 17. Jahrhundert gemeinsam mit Keramikfunden aus dem Mittelalter und der Türkenzeit ans Tageslicht gebracht.25 Im Tótfalu genannten Stadtteil standen türkenzeitliche Häuser, die nach der Rückeroberung der Stadt – von Bodennivellierungsarbeiten begleitet – abgerissen wurden.26

Nr. 1 (Taf. 1/2)
FU: Streufund
OT: Heiligenmedaille
MA: Bronzeprägung
FO: oval, L: 3,8 cm, B: 2 cm; drei Knubben an den Seiten, Queröse
VS: Umschrift (S[ANCTUS] LEONHART); der hl. Leonhard als Benediktiner in einer Kleidung mit breiten Ӓrmeln ohne Gürtel, mit der Tonsur, den Krummstab in seiner Linken, die Fessel in seiner Rechten haltend
RS: Umschrift (S[ANCTUS] SYMPERT); der hl. Bischof Simpert von Augsburg mit Krummstab und Segensgestus, ein Wolf an seinen Beinen
HS: 17. Jh.

Dombóvár (Komitat Tolna)

Im verödeten Teil der Gemarkung der Stadt Békató-Pußta wurde ein Friedhof aus dem 16.–17. Jahrhundert freigelegt. Die Bestatteten stammten vom Balkan. Auf der Ausgrabungsfläche wurden keine Spuren einer Kirche entdeckt.27

Nr. 1 (Taf. 1/3)
FU: Im Grab Nr. 193 befand sich auf dem Kopf eines 6–8-jährigen Jungen unter den Ornamentresten des Stirnbandes ein Nürnberger Rechenpfennig.28
OT: Amulette/Medaillen
MA: Kupferprägung, Öse abgebrochen
FO: oval, D: 2,3 cm
VS: Umschrift (MACHT REICH GOT[T]E[S] SEGEN); drei Lilien, drei Kronen in einem Kreis, in der Mitte eine Rose; eingekerbtes Strichband
RS: Umschrift (WOLF [L]A[VF] ER NÜRNBERG RECH); Reichsapfel mit einem Kreuz und Rand aus weißem Band (Babenberger-Bindenschild)
HS: 1. H. 17. Jh.
Hersteller: Wolf Lauffer II. (1612–51)

Felsőzsolca (Komitat Borsod-Abaúj-Zemplén)

Die Kirche zum hl. Michael von Felsőzsolca, die in der päpstlichen Zehntliste von 1332–1335 erwähnt wird, wurde Mitte des 17. Jahrhunderts zerstört, der Friedhof wurde jedoch weiter benutzt, wie aus dem Grab Nr. 152 mit einer Wallfahrtsmedaille in einem Mauerausrissgraben geschlossen werden kann.29

Nr. 1
FU: Dieses Objekt kam zwischen dem linken Unterarm und dem Beckenknochen mit weiteren Beigaben (Kreuzhang und Knopf) ans Licht.
OT: Wallfahrtsandenken
MA: Kupferguss
FO: sechseckig, L: 2,3 cm, B: 1,7 cm
VS: Maria (Nimbus) mit langem Mantel, das Kind auf ihrem linken Arm, beide mit Krone und Prachtgewand (?).
RS: starke Gebrauchsspuren
HS: 17./18. Jh.

Ják (Komitat Vas)

Im Friedhof um die benediktinische Stiftskirche wurden zwischen 1999 und 2002 Ausgrabungen durchgeführt und Gräber aus dem 17. und 18. Jahrhundert erschlossen.30

Nr. 1–4 (Taf. 1/4–7)
FU: Grabbeigabe
OT: Wallfahrtsandenken
MA: Kupferprägung
FO: rund, D: 2,3–2,5 cm; Längsöse und Queröse
VS: Umschrift (MARIA CELLENSIS); Maria (Nimbus) mit langem Mantel, das Kind auf ihrem linken Arm, beide mit Krone und Prachtgewand; links und rechts zu Mariens Kopf schwebt je ein Engel; Perlrand
RS: Umschrift (JOANNES NEPOMUCENUS); hl. Johannes von Nepomuk in Rochett, Almutia und Birett; er betrachtet das Kruzifix in seiner Rechten, sein linker Zeigefinger verweist auf seinen Mund; im Hintergrund die Karlsbrücke in Prag
HS: 2./3. D. 18. Jh.

Nr. 5 (Taf. 1/8)
FU: Grabbeigabe
OT: Wallfahrtsandenken
MA: Zinnguss
FO: rund mit abgebrochenem Wellenrand, D: 2,5 cm; Längsöse
VS: s. Nr. 1–4.
RS: –
HS: 18. Jh.

Kaposvár (Komitat Somogy)

Im Stadtgebiet von Kaposvár, Toponár genannt, wurde eine im Jahr 1530 zerstörte Kirche mit dem umliegenden Friedhof ausgegraben. Der Zeitraum, in dem dort Bestattungen durchgeführt worden waren, reicht von König Stephan I. dem Heiligen (1000–1038) bis in das letzte Drittel des 18. Jahrhunderts.31

Nr. 1 (Taf. 1/9)
FU: Am Hals des im Grab Nr. 1147 gelegen Verstorbenen hing eine Medaille.
OT: Wallfahrtsandenken/Medaille32
MA: Kupferprägung
FO: oval, L: 2,3 cm, B: 2,9 cm; gebrochen
VS: Umschrift (MARIA CELL[ENSIS]); das Gnadenbild von Mariazell; Perlrand
RS: die Heilige Familie: links Maria mit langem Gewand und Schleier und rechts der bärtige Josef im langen Gewand und Mantel, eine Lilie in seiner Rechten, sie führen den Jesusknaben im langen Hemd zwischen sich an den Händen, alle drei mit Nimbus; die Heilig-Geist-Taube fliegt über dem Kopf Jesu nach oben; darüber in einer Wolke die Brustfigur des bärtigen Gottvaters, die Linke zum Segensgestus erhoben, in seiner Rechten die kreuzüberhöhte Weltkugel; Perlrand
HS: E. 17./A. 18. Jh.

Kecskemét (Komitat Bács-Kiskun)

Die Kirche der Brüder am Kossuth Platz – heute eine Pfarrkirche der Stadt – verfügt über eine mittelalterliche Vorgeschichte. Die dem hl. Nikolaus geweihte Kirche wurde erstmals 1475 erwähnt. Ab 1640 übernahm der Franziskanerorden die Pfarrei. Bei Ausgrabungen im Jahr 1973 kamen Gräber aus dem Zeitraum vom 16. bis ins 18. Jahrhundert zum Vorschein.33

Nr. 1 (Taf. 1/10)
FU: Die Medaille lag neben dem rechten Bein einer Frau in Grab Nr. 53.34
OT: Heiligenmedaille
MA: Bronzeprägung
FO: Geige, L: 4 cm, B: 2,4 cm; Queröse
VS: Umschrift (S[ANCTUS]·IO[ANNES]· NEPOM[UCENUS]·M[ARTYR]); hl. Johannes von Nepomuk in Rochett, Almutia und Birett; er betrachtet das Kruzifix in seiner Rechten, den Palmenzweig in seiner Linken; im Hintergrund die Karlsbrücke in Prag
RS: Erzengel Michael in Rochett, Almutia und Birett; in seiner Linken ein Schild; er tötet mit einem Kreuzstab in seiner Rechten den sich um seine Füße windenden wurmartigen Drachen; Unterschrift ([RO]MA)
HS: 18. Jh.

Nr. 2 (Taf. 1/11)
FU: Das Objekt befand sich rechts vom Hals der Frau in Grab Nr. 200.35
OT: Benediktuspfennig36
MA: Messingprägung; starke Gebrauchsspuren
FO: achteckig, L: 2,2 cm, B: 2,2 cm; Längsöse
VS: Umschrift (CR[V]X·S[ANCTI]·P[ATRIS]· BENEDIC[TI]); hl. Benedikt; Perlrand
RS: Benediktusschild: Benediktussegensumschrift; das Benediktuskreuz in einem Medaillon mit Wellenrand; Strichrand
HS: 3. D. 17./1. H. 18. Jh.

Nr. 3 (Taf. 1/12)
FU: Streufund
OT: Wallfahrtsandenken37
MA: Bronzeguss
FO: oval, L: 2,3 cm, B: 1,5 cm; Queröse
VS: Maria Septem Dolorum: Maria im Prachtgewand und Schleier, die Hände vor der Brust zum Gebet gefaltet, stehend auf der Mondsichel; 7 Schwerter stecken in ihrer Brust, davon eines von unten nach oben, zwei Engel zu ihren Seiten halten den Mantel auf; Perlrand
RS: Kreuztragung: Christus (lange Locken, Nimbus) im langen, gegürteten Mantel fällt unter der Last seines Kreuzes nach rechts; Perlrand
HS: 18. Jh.

Nr. 4 (Taf. 1/13)
FU: Streufund
OT: Wallfahrtsandenken
MA: Bronzeguss
FO: oval, L: 3 cm, B: 1,5 cm; zwei Queröse
VS: Maria Septem Dolorum; Perlrand
RS: Jesu Darbringung im Tempel, links der bärtige, kniende Josef im langen Gewand, rechts Maria mit langem Gewand und Schleier, beide mit Nimbus, Simeon hält das Kind auf dem Arm, er trägt ein langes Gewand und eine Inful, vor ihm kniet Anna; Perlrand
HS: 18. Jh.

Nr. 5 (Taf. 1/14)
FU: Streufund
OT: Heiligenmedaille38
MA: Bronzeprägung; starke Gebrauchsspuren
FO: oval, L: 2,9 cm, B: 1,9 cm; Queröse
VS: hl. Johannes von Nepomuk
RS: Ein sitzender Mann in langem Gewand, unbekannte Figur
HS: 17./18. Jh.

Kerepes (Komitat Pest)

Auf dem Kalvarienberg wurde im Jahr 1987 eine Ausgrabung durchgeführt. Im Zuge der Arbeiten wurden Teile der dem hl. Nikolaus geweihten Kirche als auch einige Gräber aus dem 14. und 15. Jahrhundert freigelegt. Aufgrund neuzeitlicher Störungen wurden nur neun Gräber ausgehoben, die in das 18. Jahrhundert datiert wurden.39

Nr. 1 (Taf. 1/15)
FU: Grab Nr. 1. Im gestörten Grab wurde das Objekt in der Nähe des Verstorbenen gefunden.40
OT: Benediktuspfennig41
MA: Messingprägung; starke Gebrauchsspuren
FO: oval, L: 2,3 cm, B: 2 cm; Längsöse
VS: Umschrift (S[ANCTI]·BENEDIC[TI]·); hl. Benedikt; Perlrand
RS: Benediktusschild: Benediktussegensumschrift; das Benediktuskreuz in einem Medaillon mit Wellenrand; Perlrand
HS: 3. D. 17./1. H. 18. Jh.

Nr. 2 (Taf. 1/16)
FU: Grab Nr. 2. Beim Becken des Verstorbenen.42
OT: Heiligenmedaille43
MA: Bronzeprägung
FO: oval, L: 4 cm, B: 2,5 cm; Queröse
VS: Umschrift (S[ANCTUS]·IO[ANNES]· NEPOM[UCENUS]·M[ARTYR]); hl. Johannes von Nepomuk
RS: Umschrift (MATER DOLOROSA); Pietà
HS: 18. Jh.

Nr. 3 (Taf. 1/17)
FU: Grab Nr. 3. Beim Hals eines zehn Jahre alten Mädchens.44
OT: Heiligenmedaille45
MA: Bronzeprägung
FO: oval, L: 4,7 cm, B: 3,2 cm; Queröse
VS: Umschrift (S[ANCTUS] FRANC[ISCUS] XAVER[IUS] SOC[IETATIS] IESU IND[IAE] ET JAPONIAE [APOSTOLUS]); Brustfigur des bärtigen hl. Franz Xaver (Scheibennimbus) mit Talar, Rochett und Stola im Profil nach links, vor seiner Brust in seiner Rechten ein Kruzifix, er blickt zu den von links oben kommenden Strahlen
RS: Umschrift (S[ANCTUS] IGNAT[IUS] DE LOY[OLA] S[OCIETATIS] I[ESU] F[UNDATOR]); Brustfigur des hl. Ignatius (Scheibennimbus) im gegürteten Talar und Skapulier, ein Buch in seiner Rechten, er blickt mit ausgebreiteten Armen zur Sonne/IHS-Scheibe nach links
HS: 18. Jh.

Nr. 4 (Taf. 1/18)
FU: Grab Nr. 3. Beim Becken eines zehn Jahre alten Mädchens.46
OT: Benediktuspfennig47
MA: Messingprägung; stark abgegriffen
FO: oval, L: 3,7 cm, B: 2,7 cm; Längsöse
VS: s. Nr. 1; Strichrand
RS: s. Nr. 1; Strichrand
HS: 3. D. 17./1. H. 18. Jh.

Nr. 5 (Taf. 1/19)
FU: Grab Nr. 6. Neben den verschränkten Armen des Verstorbenen.48
OT: Heiligenmedaille
MA: Messingprägung
FO: achteckig, L: 3,7 cm, B: 2,6 cm; Längsöse
VS: Umschrift (S[ANCTUS]·FLORIAN); hl. Florian im Soldatengewand, eine Fahne in seiner Rechten, er gießt Wasser mit seiner Linken auf das brennende Haus; Perlrand
RS: Maria mit Kind, beide mit Nimbus
HS: 17./18. Jh.

Nr. 6 (Taf. 1/20)
FU: Grab Nr. 9.49
OT: Heiligenmedaille, starke Gebrauchsspuren
MA: Messingprägung
FO: oval, L: 4,3 cm, B: 3,2 cm; Längsöse
VS: Umschrift (S[ANCTUS] WOLFGANG ORA PRO NOBIS); hl. Wolfgang im Talar und mit einer Inful, ein Krummstab in seiner Rechten.
RS: Umschrift (M[ATER] DOLOROSA); Pietà; im Abschnitt Inschrift (ROMA)
HS: 17./18. Jh.

Pannonhalma (Komitat Győr-Moson-Sopron)

Die erste Erwähnung der unter der Abtei zu Pannonhalma (Martinsberg) liegenden Siedlung mit der Pfarrkirche stammt aus dem Jahre 1338.50 Die Kirche wurde in den Jahren 1732–1735 umgebaut.51 Jüngst wurden Gräber aus dem 18. und 19. Jahrhundert gefunden.

Nr. 1 (Taf. 1/21)
FU: Grab Nr. 2016/50. Ein Kreuzhänger lag auf der Brust des Verstorbenen.52
OT: Ulrichskreuz
MA: Kupferprägung
FO: Kreuz, L: 2,8 cm, B: 2,8 cm; drei Knubben am Ende der Armen, Queröse
VS: Die vier Arme werden jeweils aus drei parallelen Strichen gebildet, in den Zwickeln je ein Strich im 45°-Winkel; in der Mitte die Inschrift VICTORIALIS, in den Querarmen oben CR[UX], unten IHS
RS: im Mittelpunkt ein Krummstab, in den Querarmen oben ein C[RUX], links ein S S[ANCT], rechts ein U[DALRICI]
HS: 18. Jh.

Nr. 2 (Taf. 2/1)
FU: Streufund
OT: Heiligenmedaille53
MA: Kupferguss
FO: oval, L: 4,5 cm, B: 3,9 cm; Queröse
VS: Umschrift (S[ANCTUS]·ALOYS[IUS], S[ANCTUS]·STANIS[LAUS]·); linkerseits der kniende hl. Aloysius (Nimbus) mit gen Himmel ausgebreiteten Armen, rechts der hl. Stanislaus Kostka (Nimbus), sein linker Arm auf der Brust, beide in den Wolken, sie tragen Rochett und Almutia
RS: Umschrift rechts oben (S[ANCTUS]·FRA[NCISCUS]·X[AVERIUS]·); der sterbende, bärtige hl. Franz Xaver in Talar und Mantel, ein Kruzifix in den Händen, der Heilige liegt auf einem Felsen; über dem Dach schweben zwei Puttenköpfe, im Hintergrund ein Gewitter
HS: 2. H. 18. Jh.

Nr. 3 (Taf. 2/2)
FU: Grab Nr. 2016/2. Bei dem Becken des Verstorbenen, neben dem Rosenkranz lag der Metallfund.54
OT: Benediktuspfennig/Lesefund55
MA: Messingprägung
FO: oval, L: 2,6 cm, B: 2,7 cm; Längsöse
VS: Umschrift (S[ANCTI]·BENEDIC[TI]·); hl. Benedikt; Perlrand
RS: Benediktusschild: Benediktussegensumschrift; das Benediktuskreuz in einem ovalen Medaillon; Perlrand
HS: 3. D. 17./1. H. 18. Jh.

Pápa (Komitat Veszprém)

Die barocke Pfarrkirche auf dem Hauptplatz von Pápa besitzt eine mittelalterliche Vorgeschichte. Um die dem hl. Stephan geweihte Kirche herum erstreckte sich der Friedhof, wobei die Bestattungspraxis im 18. Jahrhundert aufgegeben wurde. Im Laufe der Ausgrabungen kamen frühneuzeitliche Gräber zum Vorschein.56

Nr. 1 (Taf. 2/3)
FU: Grab Nr. S1438.
OT: Heiligenmedaille
MA: Bronzeprägung
FO: oval, L: 3 cm, B: 2,1 cm; Queröse
VS: Umschrift (S[ANCTUS]·CAIETANVS· THIEN[AEUS]·F[UNDATOR]·C[LERICORUM REGULARORUM]); Brustfigur des bärtigen hl. Caietanus (Scheibennimbus) mit Talar, Rochett und Stola im Profil nach links
RS: Umschrift (S[ANCTUS]· ANDR[EAS]·AVEL[LINO]); Brustfigur des bärtigen hl. Andreas von Avellino (Scheibennimbus) mit Talar, Rochett und Stola im Profil nach rechts, ein Kruzifix in seiner Rechten
HS: 18. Jh.

Nr. 2 (Taf. 2/4)
FU: Streufund
OT: Wallfahrtsandenken
MA: Kupferprägung
FO: achteckig, L: 2,2 cm, B: 1,7 cm; Längsöse
VS: Umschrift ([NOTRE]∙D[AME]∙D[E]∙MONTAIGV); das Gnadenbild Unserer Lieben Frau; Perlrand
RS: die Krönung Marias; Perlrand
HS: 17./18. Jh.

Nr. 3 (Taf. 2/5)
FU: Streufund
OT: Heiligenmedaille57
MA: Kupferprägung
FO: achteckig, L: 2,2 cm, B: 1,6 cm; Längsöse
VS: Umschrift (S[ANCTUS]·IO[ANNES]· NEPOM[UCENUS]·M[ARTYR]); hl. Johannes von Nepomuk; Perlrand
RS: Pietà; Perland
HS: 17./18. Jh.

Nr. 4 (Taf. 2/6)
FU: Streufund
OT: Heiligenmedaille
MA: Bronzeguss
FO: rund, D: 4,5 cm; Queröse
VS: Der auf dem Pferd sitzende hl. Georg tötet mit einer Lanze den Drachen; mit Rahmen aus Eichen- und Lorbeerblattkranz
RS: glatt
HS: 18. Jh.

Nr. 5 (Taf. 2/7)
OT: Benediktuspfennig58
MA: Messingprägung
FO: achteckig, L: 2,4 cm, B: 1,6 cm; Längsöse
VS: Umschrift (S[ANCTI]·BENEDIC[TI]·); hl. Benedikt; Zachariassegen; Perlrand
RS: Benediktusschild: Benediktussegensumschrift; das Benediktuskreuz in einem ovalen Medaillon; Perlrand
HS: 17./18. Jh.

Nr. 6 (Taf. 2/8)
FU: Streufund
OT: Wallfahrtsandenken
MA: Bronzeguss
FO: oval, L: 3,2 cm, B: 1,9 cm; Queröse
VS: s. Nr. 3.; ohne Rand
RS: Umschrift (H[EILIGE] DREIFALTIG[KEIT] AN SONTABERG); der Gnadenstuhl vom Sonntagberg: der sitzende Gottvater hält vor sich an einem Taukreuz Christus; ganz unten die Heilig-Geist-Taube
HS: 17./18. Jh.

Nr. 7 (Taf. 2/9)
FU: Streufund
OT: Benediktuspfennig59
MA: Messingprägung
FO: oval, L: 2 cm, B: 1,6 cm; Längsöse
VS: Zachariassegen; Perlrand
RS: s. Nr. 5.
HS: 17./18. Jh.

Nr. 8 (Taf. 2/10)
OT: Heiligenmedaille
MA: Bronzeguss
FO: rund, D: 2,1 cm; Queröse
VS: Umschrift (S[ANCTUS]·C[AROLUS]· BOR[ROMEUS]); Büste des bärtigen hl. Karl Borromäus (Nimbus) im Kardinalsgewand im Profil nach rechts; er blickt zu dem rechtsstehenden Altar mit einem Totenschädel und einem Kruzifix darauf
RS: die Szene des Engelsgrußes
HS: 2. D. 17. Jh.

Sárvár (Komitat Veszprém)

Sár/Sársziget stand im Mittelalter im Besitz der Burgherrschaft von Sárvár, heute Stadtteil der Stadt Sárvár. Die erste Erwähnung der Pfarrkirche St. Nikolaus stammt aus dem Jahre 1454. Die Kirche wurde im 19. und 20. Jahrhundert umgebaut, auf dem Friedhof liegt der Poet Tinódi Lantos Sebestyén (gest. 1556) begraben. 1934 wurden Ausgrabungen in der Nähe des Chores der Kirche durchgeführt. Aus den 35 geborgenen Gräbern kamen religiöse Medaillen neben den zur Tracht gehörenden Funden zutage. Ihre Lage im Grab ist unbekannt.

Nr. 1 (Taf. 2/11)
FU: Grab Nr. III.60
OT: Christus-Marien-Medaille
MA: Bronzeprägung
FO: rund, D: 1,4 cm; Queröse
VS: spitzbärtige, langlockige Christusbüste im Profil nach links, Dornenkranz
RS: Marienbüste im Profi nach rechts, Schleier, Kreuznimbus
HS: 18. Jh.

Nr. 2 (Taf. 2/12)
FU: Grab Nr. V.61
OT: Christus-Marien-Medaille
MA: Bronzeprägung
FO: oval, L: 1,4 cm, B: 1,5 cm; Queröse
VS: Umschrift (ECCE HOMO); Büste Christi
RS: Umschrift (MATER SALVATORIS); Büste der Gottesmutter Maria
HS: 18. Jh.

Nr. 3 (Taf. 2/13)
FU: Grab Nr. IX.62
OT: Wallfahrtsandenken
MA: Bleiguss
FO: oval, L: 3,5 cm, B: 2,9 cm; unten eine Knubbe, Queröse
VS: Umschrift (S. MARIA ZELL); das Gnadenbild von Mariazell
RS: Umschrift (DIE H[EILIGE] FALDIG); der Gnadenstuhl (vom Sonntagberg)
HS: 18. Jh.

Nr. 4 (Taf. 2/14)
FU: Grab Nr. IX.63
OT: Heiligenmedaille
MA: Bronzeprägung
FO: oval, L: 2,2 cm, B: 1,4 cm; Queröse
VS: Der hl. Sebastian (Nimbus) im Lendenschurz an einen Laubbaum gefesselt, getroffen von 3 Pfeilen
RS: Umschrift (S[ANCTA]∙MARIA∙ADIVVA∙N[OS SANCTISSIMA TRINITAS]); Maria mit dem Kind
HS: 17./18. Jh.

Nr. 5 (Taf. 2/15)
FU: Grab Nr. X.64
OT: Heiligenmedaille
MA: Bronzeprägung
FO: rund, D: 2,7 cm; Queröse
VS: Umschrift (S[ANCTO]∙FELICE∙DE∙CANTO); linkerseits die stehende Maria in den Wolken; rechterseits der kniende Josef mit dem Kind; im Abschnitt Inschrift (ROMA)
RS: Umschrift (IM[AGO] S[ANCTA] S[ANCTORUM] SALVATORIS ACHEROPAETA); Büste Christi
HS: 17./18. Jh.

Nr. 6 (Taf. 2/16)
FU: Grab Nr. X.65
OT: Wallfahrtsandenken66
MA: Bronzeprägung
FO: oval, L: 2 cm, B: 1,7 cm; Queröse
VS: Umschrift (MARIA CELL); das Gnadenbild von Mariazell
RS: Umschrift (S[ANCTUS]∙IO[SEPHUS]∙); Hüftfigur des bärtigen hl. Josef im einfachen Gewand im Profil nach rechts; er betrachtet das unbekleidete Kind in seinen Armen
HS: 17./18. Jh.

Nr. 7 (Taf. 2/17)
FU: Streufund67
OT: Heiligenmedaille68
MA: Bronzeguss
FO: rund, D: 1,3 cm; Queröse
VS: Umschrift (S[ANCTUS]∙PAVLVS); Büste des hl. Paulus
RS: unbekannter Mann
HS: 17./18. Jh.

Nr. 8 (Taf. 2/18)
FU: Streufund69
OT: Christus-Marien-Medaille
MA: Bronzeprägung
FO: oval, L: 2 cm, B: 1,8 cm; Queröse
VS: s. Nr. 2.
RS: s. Nr. 2., ohne Umschrift
HS: 2. H. 17./18. Jh.

Nr. 9 (Taf. 2/19)
FU: Das sog. Grab von Tinódi70
OT: Wallfahrtsandenken71
MA: Kupferprägung
FO: rund, L: 2,5 cm, B: 2,1 cm
VS: Umschrift (S[ANCTA] MARIA PASSAVIENSIS); Mariahilf von Passau
RS: Umschrift (AVE DEN FIRSTL CALVARIENBERG); Mariahilf vom Kalvarienberg, starke Gebrauchsspuren
HS: 17. Jh. (?)

Nr. 10 (Taf. 2/20)
FU: Streufund72
OT: Heiligenmedaille
MA: Kupferprägung
FO: oval, L: 2,8 cm, B: 2,3 cm; Queröse
VS: Umschrift (S[ANCTUS]·IO[ANNES]· NEPOM[UCENUS]·M[ARTYR]); hl. Johannes von Nepomuk
RS: Umschrift (?); Pietà
HS: 17./18. Jh.

Nr. 11 (Taf. 2/21)
FU: Streufund73
OT: Wallfahrtsandenken
MA: Kupferprägung
FO: Herz, L: 4,3 cm, B: 3,7 cm; Längsöse
VS: Umschrift (S[ANCTA] MARIA CELLENSIS); Gnadenbild von Mariazell; Kranzrand
RS: Wallfahrtskirche von Mariazell; Kranzrand
HS: 17./18. Jh.

Nr. 12 (Taf. 3/1)
FU: Streufund74
OT: Wallfahrtsandenken
MA: Kupferprägung
FO: Herz, L: 3,8 cm, B: 3,7 cm; Längsöse
VS: Maria gekrönt von zwei Engeln, sie hält das Kind in ihren Armen; Kranzrand
RS: Pietà; Kranzrand
HS: 17./18. Jh.

Somogyvár (Komitat Somogy)

Rund um die in der Nähe der Benediktinerabtei freigelegte Kapelle erstreckte sich ein Friedhof aus dem 11. bis 16. Jahrhundert.75 Die Publikationen zur Ausgrabung liefern keine Informationen zum genauen Fundort und zu den Maßen der Weihemedaillen.76

Nr. 1 (Taf. 3/2)
FU: Streufund
OT: Heiligenmedaille77
MA: Messingprägung
FO: oval; Längsöse
VS: Umschrift (S[ANCTA] HELENA); die gekrönte hl. Helena (Strahlenkranz) im langen Mantel betrachtet, leicht nach rechts gewandt, das Kreuz in ihrer Rechten; Andeutung eines Bodens; Perlrand
RS: Umschrift (S[ANCTUS] VEN[ANTIVS]); der hl. Venantius von Camerino in Stiefeln, mit kurzem Rock und Schärpe, hält eine zweizipflige Fahne mit Blumenmuster in seiner Rechten, ein Stadtmodell in seiner Linken; Perlrand
HS: 2. H. 17./A. 18. Jh.

Nr. 2 (Taf. 3/3)
FU: Streufund
OT: Christus-Marien-Medaille
MA: Bronzeprägung
FO: oval; Queröse
VS: Büste Christi
RS: Umschrift (MAT[ER] SALVATOR[IS]); Büste der Gottesmutter Maria
HS: 18. Jh.

Nr. 3 (Taf. 3/4)
FU: Streufund
OT: Heiligenmedaille78
MA: Bronzeprägung
FO: oval
VS: Umschrift (S[ANCTE] FRANC[ISCE] OR[A] PRO NOB[IS]); Büste des hl. Franziskus von Assisi (Nimbus) im Ordensgewand, mit zum Gebet gefalteten Händen, im Profil nach links
RS: Umschrift (S[ANCTUS] ANTON[IUS] D[E] P[ADOVA]); der kniende hl. Antonius von Padua (Nimbus) im Ordensgewand, er blickt das auf einem aufgeschlagenen Buch stehende Christuskind an
HS: 17./18. Jh.

Szécsény (Komitat Nógrád)

2009 wurden in Szécsény Gräber aus dem 16. bis 18. Jahrhundert freigelegt; in sieben Gräbern kamen Weihemedaillen zum Vorschein.79

Nr. 1 (Taf. 3/5)
FU: Grab Nr. 1. Zwischen den Beinen einer Frau
OT: Christus-Marien-Medaille
MA: Bronzeprägung
FO: oval, L: 2,6 cm, B: 1,6 cm; Queröse
VS: Büste Christi
RS: Büste der Gottesmutter Maria
HS: 2. H. 17./18. Jh.

Nr. 2 (Taf. 3/6)
FU: Grab Nr. 18. Beim Becken eines Mannes, an einen Rosenkranz angehängt.80
OT: Benediktuspfennig/Lesefund81
MA: Kupferprägung; stark verbraucht
FO: oval, L: 2,7 cm, B: 2,4 cm
VS: Umschrift (S[ANCTI]·BENEDIC[TI]·); der hl. Benedikt; Perlrand
RS: Benediktusschild: Benediktussegensumschrift; das Benediktuskreuz in einem ovalen Medaillon
HS: 17./18. Jh.

Nr. 3 (Taf. 3/7)
FU: Grab Nr. 30.82
OT: Benediktuspfennig83
MA: Kupferprägung
FO: Kreuz, L: 2,3 cm, B: 2,2 cm
VS: der Zachariassegen
RS: Benediktusschild: Benediktussegensumschrift; das Benediktuskreuz in einem ovalen Medaillon
HS: 17./18. Jh.

Nr. 4 (Taf. 3/8)
FU: Grab Nr. 94.84
OT: Benediktuspfennig85
MA: Kupferprägung
FO: achteckig, L: 1,8 cm, B: 1,4 cm
VS: s. Nr. 2, ohne Umschrift
RS: s. Nr. 2.
HS: 3. D. 17./1. H. 18. Jh.

Nr. 5 (Taf. 3/9)
FU: Grab Nr. 77.86
OT: Wallfahrtsandenken
MA: Bronzeprägung
FO: oval, L: 3,1 cm, B: 1,8 cm; Queröse
VS: Umschrift (S[ANCTA] MARI[A] CELL[ENSIS]); das Gnadenbild von Mariazell
RS: Das Gnadenbild vom Sonntagberg (hl. Dreifaltigkeit)
HS: 17./18. Jh.

Nr. 6 (Taf. 3/10)
FU: Grab Nr. 95.87
OT: Wallfahrtsandenken
MA: Bronzeprägung
FO: oval, L: 2,6 cm, B: 1,6 cm; Queröse
VS: Umschrift ([S MARIA A]CHBERG[ENSIS]); das Marien-Gnadenbild von Achberg
RS: Umschrift (S[ANCTA] MIRAC[ULOSA] CRVX POLLINGANA); die Legende des heiligen Kreuzes von Polling
HS: 17./18. Jh.

Nr. 7 (Taf. 3/11)
FU: Grab Nr. 75. Beim rechten Bein88
OT: Wallfahrtsandenken
MA: Bronzeprägung
FO: oval, L: 3,8 cm, B: 2,6 cm; Längsöse
VS: Umschrift ([PAT]RONA [HUNGA]RI[AE]); Maria (Krone) mit dem Jesuskind in ihrer Linken und mit dem Zepter in ihrer Rechten
RS: Starke Gebrauchsspuren
HS: 17./18. Jh.

Nr. 8 (Taf. 3/12)
FU: Streufund89
OT: Wallfahrtsandenken
MA: Bronzeprägung
FO: oval, L: 3,9 cm, B: 2,7 cm; Queröse
VS: Umschrift (B[EATA] V[IRGO] M[ARIA] SCOLAR[ARVM] PIAR[VM APUD/IN] S[AN] PANTA[LEONEM]); das Marien-Gnadenbild der Piaristen von S. Pantaleon in Rom
RS: Umschrift (S[ANCTUS] IOSEP[HUS] CALASA[NTIUS] S[CHOLARUM] P[IARUM] F[UNDATOR]); der hl. Joseph Calasanz, das Regelbuch in seiner Linken, er zeigt mit seinem rechten Zeigefinger auf zwei Kinder, über seinem Kopf das Wappen des Piaristenordens
HS: 3. D. 18. Jh.90

Székesfehérvár (Komitat Fejér)

Mehrere Wallfahrtsmedaillen kamen im Jahr 1932 als Spende in die Sammlung des König Stephan I. dem Heiligen-Museums. Sie stammen aus dem um die mittelalterliche Pfarrkirche St. Peter liegenden Friedhof. Der Friedhof wurde bis 1856 benutzt.91

Nr. 1 (Taf. 3/13)
FU: Streufund92
OT: Wallfahrtsandenken
MA: versilberte Kupferprägung
FO: oval, L: 1,7 cm, B: 2 cm; Längsöse
VS: das Gnadenbild von Mariazell; Perlrand
RS: Umschrift (ANDENKEN AN MARIAZELL); die Kathedrale von Mariazell
HS: 18./19. Jh.

Nr. 2 (Taf. 3/14)
FU: Streufund93
OT: Wallfahrtsandenken
MA: Zinnprägung
FO: achteckig, L: 1,7 cm, B: 2 cm; drei Knubben an den Seiten; Queröse
VS: Gnadenbild Mariens
RS: in der Mitte Inschrift (INRI)
HS: 18. Jh.

Nr. 3 (Taf. 3/15)
FU: Streufund
OT: Heiligenmedaille
MA: Kupferprägung, gelocht
FO: rund, D: 1,9 cm
VS: Umschrift (IOHANES NEPOMUCK IETTON); hl. Johannes von Nepomuk
RS: Umschrift (CONSUM[M]ATUM EST IETON); Kreuzigungsgruppe: neben dem Kreuz stehen links die schmerzgebeugte Maria (Nimbus) mit verschränkten Armen im langen Gewand, Schleier und Mantel, rechts mit gefalteten Händen der Apostel Johannes (Nimbus) im antikisierenden Gewand zu Christus aufschauend
HS: 17./18. Jh.

Nr. 4 (Taf. 3/16)
FU: Streufund94
OT: Heiligenmedaille
MA: Kupferprägung
FO: oval, L: 1,9 cm, B: 2,3 cm; Queröse
VS: Umschrift (S[ANCTUS]·IO[ANNES]· NEPOM[UCENUS]·M[ARTYR]); hl. Johannes von Nepomuk
RS: Umschrift (?); Pietà
HS: 17./18. Jh.

1981 kam eine Medaille aus einer osmanenzeitlichen Müllgrube auf dem Hof des Zisterziensergymnasiums Hl. Stephan zum Vorschein.

Nr. 5 (Taf. 3/17)
FU: Streufund95
OT: Benediktuspfennig96
MA: Kupferprägung; gelocht
FO: achteckig, L: 2,4 cm, B: 2,1 cm
VS: hl. Benediktus; Blumenrand
RS: Benediktusschild: Benediktussegensumschrift; das Benediktuskreuz in einem ovalen Medaillon; Blumenrand
HS: 3. D. 17./1. H. 18. Jh.

2014 wurden vor der bischöflichen Kathedrale (im Mittelalter Pfarrkirche St. Peter) Ausgrabungen durchgeführt.

Nr. 6 (Taf. 3/18)
FU: Streufund
OT: Benediktuspfennig97
MA: Kupferprägung
FO: achteckig, L: 2,3 cm, B: 2 cm; Längsöse
VS: hl. Benediktus, Zachariassegen; Perlrand
RS: Benediktusschild: Benediktussegensumschrift; das Benediktuskreuz in einem ovalen Medaillon; Perlrand
HS: 17./18. Jh.

Szombathely (Komitat Vas)

In der am einstigen Bernsteinweg liegenden Stadt wurde noch im 9. Jahrhundert die Kirche zum hl. Martin errichtet. Nach mehreren Umbauten kam die Kirche in die Verwaltung des Dominikanerordens, der die Kirche im Barockstil umbauen ließ. 1990 wurden Ausgrabungen in der Kirche durchgeführt.98

Nr. 1 (Taf. 3/19)
FU: Grab Nr. 4. Beim rechten Beckenknochen99
OT: Heiligenmedaille/Kanonisationsmedaille (Lesefund)
MA: Bronzeprägung
FO: oval, L: 2,9 cm, B: 2,1 cm; Queröse
VS: Umschrift (S[ANCTUS]·IG·NAT[IUS]·S[ANCTUS]·FRA[NCISCUS]·X[AVERIUS]); der hl. Ignatius von Loyola, der hl. Franz Xaver; oben in der Mitte Jesugramm, im Abschnitt Inschrift (ROMA)
RS: Umschrift (S[ANCTA]·T[ERESIA]·S[ANCTUS]·I[SIDOR]·S[ANCTUS]·P[ILIPPUS]); hl. Teresa von Ávila, hl. Isidor v. Madrid, hl. Philipp Neri
HS: nach 1622100

Nr. 2 (Taf. 3/20)
FU: Grab Nr. 39. Beim Hals eines Mädchens101
OT: Benediktuspfennig102
MA: Kupferprägung
FO: achteckig, L: 4 cm, B: 3 cm; Längsöse
VS: Der hl. Benedikt; Perlrand
RS: Benediktusschild: Benediktussegensumschrift; das Benediktuskreuz in einem achteckigen Medaillon; Perlrand
HS: 3. D. 17./1. H. 18. Jh.

Im Jahr 2000 wurden in einer büchsenartigen Aushöhlung auf dem Hauptplatz spätmittelalterlich-frühneuzeitliche Funde entdeckt.103

Nr. 3 (Taf. 3/21)
FU: Grubenöffnung104
OT: Wallfahrtsandenken
MA: Bronzeprägung; gelocht
FO: oval, L: 2,5 cm, B: 2,2 cm
VS: Umschrift (VERA EFFIGIES [BEATAE VIRGINIS] MARIAE ZU BOOTZ); Gnadenbild Maria Pötsch (Máriapócs): weinende Maria mit dem Kind in ihrer Rechten; links griechische Inschrift CO, rechts griechische Inschrift XM; Perlrand
RS: Hl. Familie: links Maria mit langem Gewand und Schleier und rechts Josef im langen Gewand und Mantel, eine Lilie in seiner Rechten, sie führen den Jesusknaben im langen Hemd zwischen sich an den Händen, alle drei mit Nimbus; die Heilig-Geist-Taube fliegt über dem Kopf Jesu nach oben; Perlrand
HS: nach dem Jahr 1696105

Vác (Komitat Pest)

Dominikaner ließen in Vác zwischen 1699 und 1713 eine Kirche errichten. In der Krypta unter dem Turm fand 1731 die erste Bestattung statt, bis 1808 wurden hier die Särge ziviler und klerikaler Personen aufgestellt. Im Zuge von Renovierungsarbeiten konnten 1994–95 Forschungen in der Krypta durchgeführt werden.106

Nr. 1 (Taf. 4/1)
FU: Grab Nr. 93.
OT: Heiligenmedaille/Lesefund107
MA: Bronzeprägung
FO: oval, L: 3,6 cm, B: 3,9 cm; Queröse
VS: Umschrift (S[ANCTUS]·THOM/AS AQUINO·P[ATER]·); hl. Thomas von Aquin im langen Gewand und Umhang, in seiner Rechten eine Feder, er hält seinen Zeigefinger nach oben, links ein Tisch mit Büchern
RS: Umschrift (S[ANCTUS]·DOMONICUS); kniender hl. Dominikus in den Wolken, in seiner Rechten Kruzifix
HS: 17./18. Jh.

Nr. 2 (Taf. 4/2)
FU: Grab Nr. 100.
OT: Heiligenmedaille/Wallfahrtsandenken (Lesefund)108
MA: Bronzeprägung
FO: rund, D: 2,6 cm; Queröse
VS: Umschrift (S[ANCTUS]∙IO[SEPHUS]∙); hl. Josef mit dem Kind
RS: Umschrift (SAN·MARIABISTRICE); die Wallfahrtskirche von Marija Bistrica (Kroatien); im Abschnitt Inschrift (ROMA)
HS: 17./18. Jh.

Nr. 3 (Taf. 4.3)
FU: Grab Nr. 103.
OT: Heiligenmedaille/Wallfahrtsandenken (Lesefund)109
MA: Bronzeprägung
FO: rund, D: 3,3 cm; Queröse
VS: Zwei Engel tragen das Haus Mariens (Santa Casa von Loreto), sie sitzt mit dem Kind auf ihrem Knie auf dem Hausdach
RS: Umschrift (SS·PETR[US] ET PAUL[US]); hl. Petrus und Paulus, beide Büsten, links Paulus (Nimbus) mit dem Schwert in seiner Rechten und einem Buch in der linken Armbeuge, rechts Petrus (Infula) mit je einem Schlüssel in seinen Händen, in seiner Rechten noch ein Buch; im Abschnitt Inschrift (ROMA)
HS: 17./18. Jh.

Nr. 4 (Taf. 4/4)
FU: Grab Nr. 141.
OT: Heiligenmedaille/Lesefund110
MA: Bronzeprägung
FO: oval, L: 2,8 cm, B: 3 cm; Queröse
VS: Umschrift (S[ANCTUS]∙DOMENICO); Brustfigur des bärtigen hl. Dominikus (Nimbus) im Profil nach links, eine Lilie und ein Buch in seinen Händen, er blickt zum Himmel auf
RS: Umschrift (S[ANCTUS]∙[VICENTIUS]∙FERRERI); der bärtige hl. Vinzenz Ferrer (Nimbus) im langen Gewand, in seiner Linken ein Kruzifix
HS: 17./18. Jh.

Nr. 5 (Taf. 4/5)
FU: Grab Nr. 144.
OT: Heiligenmedaille/Wallfahrtsandenken (Lesefund)111
MA: Bronzeprägung
FO: oval, L: 2,3 cm, B: 2,6 cm; Queröse
VS: Umschrift (MARIA CELLENSIS); das Gnadenbild von Mariazell
RS: Umschrift (S[ANCTA] M[ARIA] TAFERL); Pietà
HS: 17./18. Jh.

Nr. 6 (Taf. 4/6)
FU: Grab Nr. 146.
OT: Benediktuspfennig/Lesefund112
MA: Bronzeprägung; gelocht
FO: fünfeckig, L: 1,4 cm, B: 2,6 cm
VS: Umschrift (S[ANCTI]·BENEDIC[TI]·); der hl. Benedikt; Perlrand
RS: Benediktusschild: Benediktussegensumschrift; das Benediktuskreuz in einem fünfeckigen Medaillon; Perlrand
HS: 3. D. 17./1. H. 18. Jh.

Visegrád (Komitat Pest)

In der Rév Straße Nr. 2 kamen anno 2005 zahlreiche Gräber im Zuge von Ausgrabungen einer Gebäuderuine zum Vorschein. Der Friedhof gehörte wahrscheinlich zur Kirche des hl. Johannes des Täufers und wurde an der Wende vom 17. zum 18. Jahrhundert bis zum Ende des 18. Jahrhunderts genutzt.113

Nr. 1 (Taf. 4/7)
FU: Streufund
OT: Benediktuspfennig114
MA: Bronzeprägung; gelocht
FO: achteckig, L: 2,9 cm, B: 2,5 cm
VS: Umschrift (CR[V]X·S[ANCTI]·P[ATRIS]· BENEDIC[TI]); hl. Benedikt; Perlrand
RS: Benediktusschild: Benediktussegensumschrift; das Benediktuskreuz in einem achteckigen Medaillon; Perlrand
HS: 3. D. 17./1. H. 18. Jh.

Nr. 2 (Taf. 4/8)
FU: Streufund
OT: Heiligenmedaille
MA: Bronzeprägung
FO: rund, L: 4 cm, B: 3,3 cm; Queröse
VS: Umschrift (S[ANCTUS]·IO[ANNES]· NEPOM[UCENUS]·M[ARTYR]); hl. Johannes von Nepomuk
RS: unbekannte Figur
HS: 17./18. Jh.

Nr. 3 (Taf. 4/9)
FU: Streufund
OT: Christus-Marien-Medaille115
MA: Bronzeprägung
FO: oval; L: 3,2 cm, B: 2,2 cm; Queröse
VS: Umschrift (SALVATOR·MVNDI·SALVA·NOS·); Büste Christi
RS: Umschrift (MAT[ER] SALVATOR[IS] ·O[RA]·P[RO NOBIS]); Büste der Gottesmutter Maria
HS: E. 17./ A. 18. Jh.

Nr. 4 (Taf. 4/10)
FU: Streufund
OT: Bruderschaftsabzeichen
MA: Bronzeprägung
FO: oval; L: 4,8 cm, B: 3,2 cm; Queröse
VS: Hl. Michael
RS: Umschrift (S·MICHAELIS·ARCHAR[GELI]·SIGNVM·CONFRATERNITAS); ein Kreuz, in seinen Armen Inschrift F[IDELITA] P[IETAS] F[OTITUDO] P[ERSEVERANTIA]
HS: 2. H. 18. Jh.116

Nr. 5 (Taf. 4/11)
FU: Streufund
OT: Wallfahrtsandenken
MA: Kupferprägung
FO: oval; L: 4 cm, B: 3,2 cm; Längsöse
VS: Umschrift (MARIA CELLENSIS); das Gnadenbild von Mariazell; Perlrand
RS: Umschrift (H[EILIGE] DREIFALTIG[KEIT] AN SONTABERG); der Gnadenstuhl vom Sonntagberg
HS: 17./18. Jh.

Nr. 6 (Taf. 4/12)
FU: Streufund
OT: Wallfahrtsandenken
MA: Kupferprägung
FO: achteckig; L: 4,3 cm, B: 2,8 cm; Öse abgebrochen
VS: Umschrift (MARIA CELLENSIS); das Gnadenbild von Mariazell; Perlrand
RS: Umschrift (S[ANCTUS]·IO[ANNES]· NEPOM[UCENUS]·M[ARTYR]); der hl. Johannes von Nepomuk
HS: 17./18. Jh.

Zsámbék (Komitat Komárom-Esztergom)

Um das Prämonstratenserkloster lag ein vom 13. bis in das 18. Jahrhundert genutzter Friedhof.

Nr. 1 (Taf. 4/13)
FU: Graböffnung117
OT: Benediktuspfennig118
MA: Bronzeprägung
FO: achteckig, L: 2 cm, B: 2 cm
VS: Umschrift (CR[V]X·S[ANCTI]·P[ATRIS]· BENEDIC[TI]); hl. Benedikt; Perlrand
RS: Benediktusschild: Benediktussegensumschrift; das Benediktuskreuz in einem achteckigen Medaillon; Perlrand
HS: 3. D. 17./1. H. 18. Jh.

Abkürzungen

PRT – Erdélyi, László (Hg.): A Pannonhalmi Szent-Benedek-Rend története: a Magyar kereszténység, királyság és Benczés-Rend fönnállásának kilenczszázados emlékére Bd. 1–12. Budapest 1902–1916.

Anhang Tabelle 1

Bildmotiv Stückzahl
Erzengel Michael 1
Gnadenbild von Achberg 1
Gnadenbild von Mariazell 11
Gnadenbild von Montaigu 1
Gnadenstuhl (Sonntagberg) 4
Legende des heiligen Kreuzes von Polling 1
Haus Mariens (santa casa von Loreto) 1
Marienbild von San Pantaleone/Rom 1
Engelsgruß 1
Wallfahrtskirche in Marjia Bistrice 1
Christusbüste (ECCE HOMO) 7
Hl. Aloysius/Hl. Stanislaus Kostka 1
Hl. Antonius von Padua 1
Hl. Benedikt 16
Hl. Caietanus 1
Hl. Dominicus 2
Hl. Familie 3
Hl. Florian 1
Hl. Franz Xaver 3
Hl. Franziskus von Assisi 1
Hl. Georg 1
Hl. Helena 1
Hl. Ignatius 1
Hl. Karl Borromäus 1
Hl. Isidor von Madrid/Hl. Philipp Neri 1
Hl. Johannes von Nepomuk 11
Hl. Josef 2
Hl. Joseph Calasanz 1
Hl. Leonhard 1
Hl. Paulus 2
Hl. Petrus 1
Hl. Sebastian 1
Hl. Simpert von Augsburg 1
Hl. Venantius 1
Hl. Thomas von Aquin 1
Hl. Vinzenz Ferrer 1
Hl. Wolfgang 1
Jesu Darbringung im Tempel 1
Kreuztragung 1
Krönung Mariens 1
Maria mit dem Kind 4
Maria Septem Dolorum 2
Mariahilf vom Kalvarienberg 1
Mariahilf von Passau 1
Marienbüste (MATER SALVATORIS) 6
Mater Dolorosa 2
PATRONA HUNGARIAE 1
Pietà 5

 

Fußnoten

  1. Bálint/Barna 1994, S. 16.
  2. Fassbinder 2003, S. 103–106.
  3. Fassbinder 2003, S. 28f.
  4. Csukovits 2003, S. 8f.
  5. Csukovits 2003, S. 45.
  6. Bálint/Barna 1994, S. 33.
  7. Csukovits 2003, S. 23–27.
  8. Im Dom von Aachen stiftete König Ludwig der Große im Jahr 1367 eine Kapelle, die der Verehrung der Gottesmutter Maria und dreier ungarischer Königsheiliger – Stephan, Emmerich und Ladislaus – geweiht wurde. Diese Kapelle steht auch heute noch in der im 18. Jahrhundert renovierten Form. Der König nahm im Jahr 1366 als Stifter an der Erneuerung der Kirche in Mariazell teil. Weiters schenkte er dem Paulinerkloster im Jahr 1384 eine Kopie des Marien-Gnadenbilds von Częstochowa (Tschenstochau): Bálint/Barna 1994, S. 38–47.
  9. Bálint/Barna 1994, S. 56–70. Siehe dazu auch den Beitrag von Azinović Bebek in diesem Band.
  10. Barna 2014, S. 223f.
  11. Dies äußerte sich besonders in der Ikonografie der Unbefleckten Empfängnis, aber auch in Gestalt der Maria in der Sonne (mulier amicta sole); die auf der Mondsichel stehende Gottesmutter symbolisierte den Sieg der Christenheit über den Islam: Barna 2014, S. 224.
  12. Tüskés/Knapp 1990, S. 2.
  13. Tüskés/Knapp 2001, S. 184.
  14. Gyöngyössy 2014, S. 34.
  15. Fassbinder 2003, S. 78–83.
  16. Barna 2014, S. 224.
  17. Németh/Rácz 2012, S. 147–152.
  18. Gaál 1979, S. 109.
  19. Fassbinder Typ 1Aa. Fassbinder 2003, S. 239.
  20. „Kreuz des heiligen Vaters Benedikt“: Fassbinder 2003, S. 233.
  21. Frei übersetzt: „Weiche von mir Satan – Nimmer rate mir der Sünde Schimmer – Du kredenzest bösen Wein – Trinke selbst das Gift hinein“: Fassbinder 2003, S. 233.
  22. „Das Heilige Kreuz sei mein Licht, der Drache sei mein Führer nicht.“: Fassbinder 2003, S. 233.
  23. Sólymos 2000, S. 17, 21–23; Fassbinder 2003, S. 233, 237.
  24. Sümegi 2005, S. 95–98.
  25. Budapester Historisches Museum Inv. Nr. 96.93.10.; Végh 1999, Abb. 5, Anm. 25.
  26. Végh 1999, S. 331–344.
  27. Gaál 1982, S. 180.
  28. Grieb (Hg.) 2007, S. 895. Auf dem Stirnband lagen noch drei Stücke Kauri-Muscheln und eine Silber- oder Bronzeplatte. Weitere Beigaben waren eine Bronze-Halbkugel und drei Glasperlen. Gaál 1982, S. 170.
  29. Die Qualität des publizierten Fotos ist zur Beschreibung des Fundes unbrauchbar. Weitere Beigaben: Ein Bronze-Corpus und zwei große Knöpfe: Simonyi 2005, S. 311, Abb. 6.
  30. Valter 2001, S. 224f.; Valter/Hajmási 2003, S. 53.
  31. Bárdos 1987, S. 10.
  32. Fassbinder Typ 2: Fassbinder 2003, S. 168.
  33. Biczó 1976, S. 329–350.
  34. Katona József Museum (Abk.: KJM) Inv. Nr. 77.1.215. Weitere Beigaben: Haarnadeln.
  35. KJM Inv. Nr. 77.1.417. Weitere Funde: Eine Bronzenadel und die den Sarg dekorierenden Nägel.
  36. Fassbinder Typ 1Ab: Fassbinder 2003, S. 239.
  37. Fassbinder Typ 1A: Fassbinder 2003, S. 291.
  38. Fassbinder Typ 1: Fassbinder 2003, S. 336.
  39. Miklós 1991, S. 348f.
  40. Ferenczy Museum (Abk.: FM) Inv. Nr. 90.80.41.; Miklós 1991, Abb. 8/1.
  41. Fassbinder Typ 1Aa: Fassbinder 2003, S. 239.
  42. FM Inv. Nr. 90.80.42.; Miklós 1991, Abb. 8/2.
  43. Fassbinder Typ 3: Fassbinder 2003, S. 291.
  44. FM Inv. Nr. 90.80.45.; Miklós 1991, Abb. 7/2. Das Mädchen wurde mit einem Jungfernkranz, einem Rosenkranz und einer Perlenkette begraben: Miklós 1991, S. 350f.
  45. Fassbinder Typ 2: Fassbinder 2003, S. 328f.
  46. FM Inv. Nr. 90.80.47.; Miklós 1991, Bild 7/1.
  47. Fassbinder Typ 1Aa: Fassbinder 2003, S. 239.
  48. FM Inv. Nr. 90.80.59.; Miklós 1991, Abb. 8/3.
  49. FM Inv. Nr. 90.80.27.; Miklós 1991, Abb. 10/10.
  50. PRT II. 81; PRT IV. 612.
  51. Léhner 2020, S. 200–202.
  52. Léhner 2020, Abb. 18. Weitere Beigaben: Haarnadeln, Kreuzhänger.
  53. Léhner 2020, Abb. 16.
  54. Léhner 2020, Abb. 17.
  55. Fassbinder Typ 1Aa: Fassbinder 2003, S. 239.
  56. Mordovin 2016, S. 248.
  57. Fassbinder Typ 3: Fassbinder 2003, S. 291.
  58. Fassbinder Typ 1B: Fassbinder 2003, S. 239.
  59. Fassbinder Typ 2: Fassbinder 2003, S. 240.
  60. Nádasdy Ferenc Museum (Abk.: NFM) Inv. Nr. 58.41.92. Weitere Beigaben: Ein Jungfernkranz, ein Amulett, silberne Hakenverschlüsse, Perlen.
  61. NFM Inv. Nr. 58.41.103. Weitere Beigaben: Ein Korpus, eine Haarnadel, eine Kleidungsnadel.
  62. NFM Inv. Nr. 58.41.81.
  63. NFM Inv. Nr. 58.41.82.
  64. NFM Inv. Nr. 58.41.73. Weitere Beigaben: Sieben Kleidungsnadeln, eiserne Schnalle.
  65. NFM Inv. Nr. 58.41.73.
  66. Fassbinder Typ 2: Fassbinder 2003, S. 338.
  67. NFM Inv. Nr. 58.41.62.
  68. Fassbinder Typ 2 (?): Fassbinder 2003, S. 348.
  69. NFM Inv. Nr. 58.41.71.
  70. NFM Inv. Nr. 58.41.66. Bei der Ausgrabung wurde das Grab als Tinódis Grab bestimmt, die Behauptung hat jedoch keine Unterstützung gefunden.
  71. Fassbinder Typ 2 (?): Fassbinder 2003, S. 348.
  72. NFM Inv. Nr. 58.41.33.
  73. NFM Inv. Nr. 58.41.102.
  74. NFM Inv. Nr. 58.41.72.
  75. Bakay 2008, S. 32.
  76. Bakay 1973, S. 341–348; Bakay 1975, S. 205.
  77. Fassbinder Typ 1: Fassbinder 2003, S. 325.
  78. Fassbinder Typ 1: Fassbinder 2003, S. 213.
  79. Bercsényi 2011, S. 43.
  80. Bercsényi 2011, Abb. 81–82.
  81. Fassbinder Typ 1B: Fassbinder 2003, S. 239.
  82. Bercsényi 2011, Abb. 69–70.
  83. Fassbinder Typ 4: Fassbinder 2003, S. 241.
  84. Bercsényi 2011, Abb. 67–68.
  85. Fassbinder Typ 1Ab: Fassbinder 2003, S. 239.
  86. Bercsényi 2011, Abb. 73–74.
  87. Bercsényi 2011, Abb. 76, 77.
  88. Bercsényi 2011, Abb. 79, 80.
  89. Bercsényi 2011, Abb. 83, 84.
  90. Der Gründer des Piaristenordens ist der spanische Heilige José de Calasanz. Im Jahr 1597 errichtete er die erste kostenfreie Schule für arme Kinder: Borián u.a. 2007, S. 5–13.
  91. Fejérmegyei Napló 1935, S. 1.
  92. König Stephan, der Heilige-Museum (Abk.: SzIKM) Inv. Nr. 1377.
  93. SzIKM Inv. Nr. 1376.
  94. SzIKM Inv. Nr. 1378.
  95. SzIKM Inv. Nr. 81.1.
  96. Fassbinder Typ 1Ab: Fassbinder 2003, S. 239.
  97. Fassbinder Typ 1B: Fassbinder 2003, S. 239.
  98. Kiss/Tóth 2002, S. 345–349.
  99. Szilágyi 1992, S. 1.
  100. Papst Gregor XV. erhob die drei Spanier 1622 zur Ehre der Altäre: Fassbinder 2003, S. 354.
  101. Szilágyi 1992, S. 3.
  102. Fassbinder Typ 1Ab: Fassbinder 2003, S. 239.
  103. Pap 2007, S. 303–306.
  104. Museum Savaria Inv. Nr. Gy.2006.180.1.
  105. Die Wallfahrtsmedaille wurde nach dem Gnadenbild von Máriapócs gemacht: Pap 2007, S. 306.
  106. Zomborka 1996, S. 3–7.
  107. Museum Ignác Tragor (Abk. TIM) Inv. Nr. 093.002.
  108. TIM Inv. Nr. 100.002.
  109. TIM Inv. Nr. 103.003.
  110. TIM Inv. Nr. 141.002.
  111. TIM Inv. Nr. 144.002.
  112. TIM Inv. Nr. 146.002.; Fassbinder Typ 1Ab: Fassbinder 2003, S. 239.
  113. Der Bau der Kirche wurde im Jahr 1698 in Angriff genommen und 1712 beendet: Kováts 2013, S. 1–4.
  114. Fassbinder Typ 1Ab: Fassbinder 2003, S. 239.
  115. Fassbinder Typ 2Ba: Fassbinder 2003, S. 281.
  116. In Ungarn existierten zwei Michaelsbruderschaften: Sopron (1752) bzw. Szabadka (1739): Szentgáli 1942, S. 276.
  117. Gemeinsam mit einer im Grab gefundenen Schere wird der Benediktuspfennig als apotropäische Beigabe gedeutet: Pusztai 1994, S. 531–536.
  118. Fassbinder Typ 1Ab: Fassbinder 2003, S. 239.

Bibliografie

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Wird erwähnt in Fußnote: [76]

Bakay, Kornél: Második jelentés a somogyvári bencés apátság feltárásáról (1974–75) [Zweiter Bericht über die Freilegung der Benediktinerabtei von Somogyvár in den Jahren 1974–75]. In: Somogyi Múzeumok Közleményei 1975 (2), S. 191–208.
Wird erwähnt in Fußnote: [76]

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Wird erwähnt in Fußnote: [75]

Bálint, Sándor/Barna, Gábor: Búcsújáró magyarok. A magyarországi búcsújárás története és néprajza. Budapest 1994.
Wird erwähnt in Fußnote: [1] [6] [8] [9]

Bárdos, Edith: Középkori templom és temető Kaposvár határában II. [Medieval church and cemetery in the vicinity of Kaposvár Part II.]. In: Somogyi Múzeumok Közleményei 1987 (8), S. 5–82.
Wird erwähnt in Fußnote: [31]

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Wird erwähnt in Fußnote: [10] [11] [16]

Bercsényi, Kinga: Szécsény kora újkori temetője. Szakdolgozat. ELTE. Budapest 2011.
Wird erwähnt in Fußnote: [79] [80] [82] [84] [86] [87] [88] [89]

Biczó, Piroska: Jelentés a Kecskemét-Kossuth téren végzett ásatásról. In: Cumania 1976 (4), S. 329–360.
Wird erwähnt in Fußnote: [33]

Borián, Tibor/Koltai, András/Legeza, László: Piaristák. Budapest 2007.
Wird erwähnt in Fußnote: [90]

Csukovits, Enikő: Középkori magyar zarándokok. Budapest 2003.
Wird erwähnt in Fußnote: [4] [5] [7]

Fassbinder, Stefan: Wallfahrt, Andacht und Magie. religiöse Anhänger und Medaillen: Beiträge zur neuzeitlichen Frömmigkeitsgeschichte Südwestdeutschlands aus archäologischer Sicht. Zeitschrift für Archäologie des Mittelalters (Beiheft 18). Bonn 2003.
Wird erwähnt in Fußnote: [2] [3] [15] [19] [20] [21] [22] [23] [32] [36] [37] [38] [41] [43] [45] [47] [55] [57] [58] [59] [66] [68] [71] [77] [78] [81] [83] [85] [96] [97] [100] [102] [112] [114] [115] [118]

Fejérmegyei Napló 1935. Tömegsírt találtak a székesegyház mellett. In: Fejérmegyei Napló 1935 (42/211), S. 1.
Wird erwähnt in Fußnote: [91]

Gaál, Attila: A Dombóvár-békatói XVI–XVII. századi temető. [The 16th–17th century cemetery of Dombóvár–Békató]. In: A szekszárdi Béri Balogh Ádám Múzeum Évkönyve 1982 (10–11), S. 133–224.
Wird erwähnt in Fußnote: [27] [28]

Gaál, Attila: Késő középkori leletek Tolna megyéből I. [Spätmittelalterliche Funde aus dem Komitat von Tolna I.]. In: A szekszárdi Béri Balogh Ádám Múzeum Évkönyve 1979 (8–9), S. 109–131.
Wird erwähnt in Fußnote: [18]

Grieb, Manfred H. (Hg.): Nürnberger Künstlerlexikon: Bildende Künstler, Kunsthandwerker, Gelehrte, Sammler, Kulturschaffende und Mäzene vom 12. bis zur Mitte des 20. Jahrhunderts, Bd. 2. München 2007.
Wird erwähnt in Fußnote: [28]

Gyöngyössy, Márton: A Benedek-érem magyarországi kezdeteihez. Az Érem 2014 (70), S. 34–36.
Wird erwähnt in Fußnote: [14]

Kiss, Gábor/Tóth, Endre: Szombathely, Szent Márton-templom. In: Horler, Miklós (Hg.): Vas megye műemlékeinek töredékei 2. Magyarszecsőd – Zsennye. Budapest 2002, S. 345–374.
Wird erwähnt in Fußnote: [98]

Kováts, István: 18. századi temető Visegrád központjából. In: Magyar Régészet Online Magazin 2013 Ősz, S. 1–9. Online: www.magyarregeszet.hu/wp-content/uploads/2013/10/Kovats_13O.pdf.
Wird erwähnt in Fußnote: [113]

Léhner, Zita: A pannonhalmi Gyümölcsoltó Boldogasszony Plébániatemplom legfrissebb régészeti kutatásainak eredményei [The Latest Results of the Archaeological Research of the „Lady Day” Parish Church in Pannonhalma]. In: Collectanea Sancti Martini. A Pannonhalmi Főapátság Gyűjteményeinek Értesítője 2020 (8), S. 199–230.
Wird erwähnt in Fußnote: [51] [52] [53] [54]

Miklós, Zsuzsa: Árpád-kori földvár, középkori templom és temető Kerepes (Kerepestarcsa)-Kálvárián (anyagközlés) [Die Árpádenzeitliche kleine Burg, die mittelalterliche Kirche und der Friedhof auf dem Kalvarienberg in Kerepes (Kerepestarcsa)]. In: Studia Comitatensia 1991 (22), S. 347–370.
Wird erwähnt in Fußnote: [39] [40] [42] [44] [44] [46] [48] [49]

Mordovin, Maxim: Előzetes jelentés a Pápa, Fő téren végzett megelőző feltárások második és harmadik üteméről [Preliminary report on the third phase of the pre-development excavation at Pápa, Fő Square]. In: Kvassay, Judit (Hg.): Régészeti kutatások Magyarországon 2011–2014 [Archaeological Investigations in Hungary 2011–2014]. Budapest 2016, S. 244–269.
Wird erwähnt in Fußnote: [56]

Németh, Tamás K./Rácz, Tamás: Báta középkori plébániatemploma [Die mittelalterliche Pfarrkirche von Báta]. In: A Wosinszky Mór Múzeum Évkönyve 2012 (34), S. 147–178.
Wird erwähnt in Fußnote: [17]

Pap, Ildikó Katalin: Koraújkori építési áldozat Szombathely Fő terén. In: Savaria a Vas Megyei Múzeumok Értesítője 2007 (31), S. 301–309.
Wird erwähnt in Fußnote: [103] [105]

Pusztai, Tamás: Ollós temetkezés Zsámbékon a 17–18. század fordulójáról [Eine Bestattung mit Scherenbeigabe an der Wende des 17.–18. Jahrhunderts von Zsámbék]. In: Lőrinczy, Gábor (Hg.): A KŐKORTÓL A KÖZÉPKORIG. Tanulmányok Trogmayer Ottó 60. születésnapjára. Szeged 1994, S. 531–543.
Wird erwähnt in Fußnote: [117]

Simonyi, Erika: Középkori és kora újkori temető Felsőzsolca-Nagyszilváson [Medieval Church and Churchyard at Felsőzsolca-Nagyszilvás]. In: Ritoók, Ágnes/Simonyi, Erika (Hg.): „…a halál árnyékának völgyében járok”. A középkori templom körüli temetők kutatása. Budapest 2005, S. 305–314.
Wird erwähnt in Fußnote: [29]

Sólymos, Szilveszter: Szent Benedek keresztes érme. Budapest 2000.
Wird erwähnt in Fußnote: [23]

Sümegi, József: Adatok a középkori bátai búcsújáróhely történetéhez. In: A Wosinszky Mór Múzeum Évkönyve 2005 (27), S. 95–108.
Wird erwähnt in Fußnote: [24]

Szentgáli, Károly: A kegyérmek ismeretének alapjai. In: Az Érem 1942 (10), S. 237–285.
Wird erwähnt in Fußnote: [116]

Szilágyi, István: Rózsafüzérek és tartozékaik a szombathelyi Szent Márton templomból. In: Lapok Szombathely történetéből 1992 (17), S. 1–4.
Wird erwähnt in Fußnote: [99] [101]

Tüskés, Gábor/Knapp, Éva: Népi vallásosság Magyarországon a 17–18. században. Budapest 2001.
Wird erwähnt in Fußnote: [13]

Tüskés, Gábor/Knapp, Éva: Österreichisch-ungarische interethnische Verbindungen im Spiegel des barockzeitlichen Wallfahrtswesens. In: Bayerisches Jahrbuch für Volkskunde 1990, S. 1–42.
Wird erwähnt in Fußnote: [12]

Valter, Ilona: Ásatás a jáki bencés apátsági templom mellett. In: Műemlékvédelmi Szemle 2001, S. 224f.
Wird erwähnt in Fußnote: [30]

Valter, Ilona/Hajmási, Erika P.: Ják, Szent György-templom. Az épület körül végzett ásatás. In: Műemlékvédelmi Szemle 2003 (2), S. 49–53.
Wird erwähnt in Fußnote: [30]

Végh, András: Régészeti feltárások a Budai Váralján, a középkori Tótfalu területén [Archäologische Ausgrabungen am Fuße der Budaer Burg, im Gebiet des mittelalterlichen Tótfalu]. Budapest Régiségei 1999 (33), S. 331–346.
Wird erwähnt in Fußnote: [25] [26]

Zomborka, Márta: Vác, „Fehérek temploma” kriptafeltárás. 1994–95. Az előzmények és a feltárás. In: Magyar Múzeumok 1996 (1/2), S. 3–7.
Wird erwähnt in Fußnote: [106]